Startschuss für Generalsanierung des RWG

Die Generalsanierung mit Erweiterung des Richard-Wagner-Gymnasiums (RWG) ist eines der komplexesten und kostenintensivsten Schulbauprojekte der Stadt Bayreuth in den kommenden Jahren. Die Arbeiten werden in vier Bauabschnitten nach Gebäudetrakten im laufenden Schulbetrieb ausgeführt und dauern voraussichtlich bis in die Mitte der 2030er Jahre. Die Stadt investiert rund 70 Millionen Euro, um die Schule zeitgemäß und barrierefrei auszubauen sowie den steigenden Platzbedarf für die derzeit rund 830 Schülerinnen und Schüler sowie die über 80 Lehrkräfte zu befriedigen. 

Mit dem einem feierlichen Spatenstich nahmen Oberbürgermeister Thomas Ebersberger, Regierungsvizepräsident Thomas Engel und weitere Ehrengäste am Montag, 19. Januar, den Spatenstich für die Generalsanierung des Richard-Wagner-Gymnasiums vor. Foto: Stadt Bayreuth
Mit dem feierlichen Spatenstich gaben Oberbürgermeister Thomas Ebersberger, Regierungsvizepräsident Thomas Engel und weitere Ehrengäste am Montag, 19. Januar, den Startschuss für die Generalsanierung des Richard-Wagner-Gymnasiums. Foto: Stadt Bayreuth

Am Montag, 19. Januar, nahmen Oberbürgermeister Thomas Ebersberger, Regierungsvizepräsident Thomas Engel und weitere Ehrengäste den Spatenstich für die Generalsanierung vor. „Die Sanierung unserer Schulen ist eine Herkulesaufgabe, aber es ist unsere Pflicht als familienfreundliche Stadt, unseren Schülerinnen und Schülern und natürlich auch den Lehrkräften optimale Bedingungen für den Schulbetrieb zur Verfügung zu stellen“, sagte Oberbürgermeister Thomas Ebersberger.

Der Bayreuther Stadtrat hatte im Jahr 2021 grünes Licht für die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung für die Generalsanierung mitsamt Erweiterungsbau am RWG gegeben. Infolge fehlender Ressourcen zur Umsetzung eines weiteren Großprojektes wurde dieses nach kommunalpolitischen Diskussionen zunächst zurückgestellt, bis der Stadtrat im Juli 2023 den Sanierungsbeschluss bestätigte. Im Dezember 2023 wurden die ersten modularen Unterrichtsräume übergeben, um während der Sanierung wegfallende Klassenzimmer übergangsweise zu ersetzen. Im Herbst 2025 konnten weitere mobile Unterrichtsräume zur Verfügung gestellt werden.

Vier Bauabschnitte

Im ersten Bauabschnitt sollen bis August 2028 im RWG-Gebäudetrakt aus dem Jahr 1974 sämtliche Arbeiten an den Umkleiden (Neubau), der Turnhalle, Unterrichtsräumen für Naturwissenschaften, der Anbau von Klassenräumen und die Verlagerung der Hausmeisterwohnung erledigt werden. Die Kosten für diesen Bauabschnitt belaufen sich auf 19,8 Millionen Euro, wobei eine voraussichtliche Zuweisung in Höhe von 8 Millionen Euro nach dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz durch den Freistaat in Aussicht steht.

Auch der zweite Bauabschnitt, der ab August 2028 bis August 2030 erledigt werden soll, konzentriert sich auf das Erweiterungsgebäude aus dem Jahr 1974, das in diesem Zuge aufgestockt wird. Saniert werden in diesem Zeitraum die Räumlichkeiten für Hauswirtschaft und Handarbeit sowie die Lehrküche im Untergeschoss und die Bereiche für Naturwissenschaften sowie die Pausenhalle im Erdgeschoss. Ebenfalls in diesen Bauabschnitt fallen die Sanierung der Bibliothek, der Referendarzimmer und des Silentiums im ersten Obergeschoss sowie des Informatik- und des Werkraums, außerdem der Kurs- und Klassenräume in den Obergeschossen. Des Weiteren ist die Unterfangung der Aula geplant, bei der die Fundamente abgestützt und stabilisiert werden sollen.

Sanierung des Mittelbaus

Im Anschluss an diese Arbeiten steht bis voraussichtlich Spätsommer 2032 die Sanierung des Mittelbaus (Baujahr 1965) in Bauabschnitt 3 an. Arbeiten sollen hier in der zentralen Eingangs- und Pausenhalle, im Klassenraum und der Verwaltung im Erdgeschoss, der Verwaltung im ersten Obergeschoss, den Klassenzimmern im zweiten Obergeschoss sowie dem Klassen- und dem Kunsterziehungsraum im dritten Obergeschoss stattfinden. Ebenfalls in dieser Phase der Sanierung sind Arbeiten am Lehrerparkplatz und den Außensportanlagen vorgesehen.

Nach dem Abschluss der Arbeiten steht im Bauabschnitt vier die Sanierung des Altbaus (Baujahr 1908) im Mittelpunkt. Die Konzentration liegt hierbei auf der Erneuerung der Klassenräume, des Schulmuseums und der Aula im Erdgeschoss, der Klassen- und Kursräume in den Obergeschossen sowie der Musikräume im straßenseitigen Gebäudeteil im ersten und zweiten Obergeschoss. Erneuert werden des Weiteren die Freianlagen im Bereich Hauptzugang Wittelsbacherring, die Außenanlagen des Altbaus sowie der Pausenhof. Dieser Bauabschnitt soll bis Mitte der 2030er abgeschlossen werden.