Für Dienstag, 14. April, hat die Gewerkschaft ver.di erneut zu einem ganztägigen Warnstreik im ÖPNV aufgerufen. Auch der Bayreuther Stadtbusverkehr ist betroffen. Fahrgäste müssen daher mit deutlichen Einschränkungen rechnen. Dank der Unterstützung externer Partnerunternehmen können die Stadtwerke jedoch rund die Hälfte ihres Angebots aufrechterhalten. Die Regionalbuslinien im Umland (u. a. 328, 372, 378) sowie die Regionalzüge (z. B. RB34) fahren regulär.
Welche Fahrten trotz Streik stattfinden, ist im Streikfahrplan auf der Webseite der Stadtwerke Bayreuth einsehbar (https://www.stadtwerke-bayreuth.de/meldung/streik-am-dienstag-14-april-2026). Die Stadtwerke aktualisieren die Informationen fortlaufend und bitten alle Fahrgäste dringend, vor Fahrtantritt den Streikfahrplan online zu prüfen. Das Kundencenter Verkehr an der ZOH bleibt am Dienstag geöffnet – die Erreichbarkeit kann jedoch eingeschränkt sein.
Die elektronische Fahrplanauskunft des VGN (vgn.de und VGN‑App) wird voraussichtlich erst ab Dienstagmorgen die tatsächlichen Fahrzeiten korrekt anzeigen. Andere Apps – etwa die der Deutschen Bahn – bilden kurzfristige Änderungen erfahrungsgemäß nicht zuverlässig ab. Die Stadtwerke empfehlen, bei der Verbindungssuche auch alternative Haltestellen oder Start‑/Zielpunkte zu berücksichtigen. „Wir wissen, dass die Situation für viele Menschen sehr belastend ist, und bitten um Verständnis. Auch auf den Linien, die fahren, kann es zu Verspätungen und hoher Auslastung kommen“, erklärt Stadtwerke‑Sprecher Jan Koch.
Alle anderen Bereiche der Stadtwerke arbeiten wie gewohnt: Verwaltung, Parkeinrichtungen, Lohengrin Therme, Stadtbad, Kundencenter Energie & Wasser sowie die Energie‑ und Wasserversorgung sind nicht vom Streik betroffen.
Stadtwerke‑Geschäftsführer Markus Rützel hofft auf eine baldige Lösung im Tarifkonflikt: „Unser Unternehmen und unsere Fahrgäste wurden bereits mehrfach bestreikt, und nun kommt ein weiterer Tag hinzu. Jeder zusätzliche Ausfall trifft die Menschen in Bayreuth, die auf den Bus angewiesen sind. Eine zügige Einigung wäre im Interesse aller.“ Gleichzeitig betont er, dass die Stadtwerke sowohl die Leistung der Beschäftigten schätzen als auch die Notwendigkeit attraktiver Arbeitsbedingungen sehen: „Unsere Mitarbeitenden leisten hervorragende Arbeit, und Verbesserungen sind grundsätzlich richtig. Sie müssen jedoch in einem Rahmen erfolgen, der für die Verkehrsunternehmen noch tragbar ist.“
Die unveränderten Forderungen der Gewerkschaft bereiten ihm große Sorgen: „Würden sie vollständig umgesetzt, würden unsere Personalkosten im Verkehrsbetrieb um rund 25 Prozent steigen – das wären etwa 1,5 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr. Unser ohnehin bestehendes Defizit von derzeit etwa 4 Millionen Euro würde auf 5,5 Millionen anwachsen. Das ist für uns schlicht nicht finanzierbar. Diese Zahlen müssen in den Verhandlungen berücksichtigt werden, denn es geht auch um die Zukunft eines funktionierenden ÖPNV in Bayreuth.“
(Quelle: Stadtwerke Bayreuth)
