Stadt Bayreuth

Der Türmer – Ein vergessener Home-Office-Beruf?

 

 

Der letzte Türmer Johann Münch sitzt in seiner Turmstube und hält Wache.

Notgedrungen treten im Moment viele ihren Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden an. Für den Türmer aber war der Arbeitsplatz von Anfang an seine Wohnung.

Die Hauptaufgabe des Türmers war es die Stadtbevölkerung vor verschiedenen Gefahren zu warnen. Wie zum Beispiel vor feindliche Truppen oder hauptsächlich Bränden.  Die Enge und die Verwendung von Holz als Baumaterial machten Brände zur ständigen Bedrohung von Städten. Man denke an die großen Brände von 1605 und 1621, die durch Unachtsamkeit große Teile von Bayreuth in Schutt und Asche verwandelten.  Gewarnt wurden die Leute mit Hörnern oder in der Nacht mit Laternen. (Beide sind selbstverständlich nach den Beschränkungen im Historischen Museum  zu besichtigen)

Und um die Gefahren von überall und rund um die Uhr erkennen zu können, war eine erhöhte Position für den Arbeitsplatz und zugleich Wohnung des Türmers natürlich von Vorteil.   Wie der Name schon verrät war ein Turm hierfür der ideale Ort. Da aber nicht jede Stadt einen speziellen Turm dafür hatte oder bauen wollte, bediente man sich einfach der vorhandenen Türme vor Ort.  Diese waren meist Kirchtürme. Ja, auch der Türmer von Bayreuth wohnte in einem Turm der Stadtkirche! Am 12. Mai 1448 bezog der Erste die Türmerwohnung ganz oben auf dem Nordturm der Stadtkirche. Home-Office in Zeiten des Mittelalters.

Weitere Informationen:

Das Bayreuther Tagblatt hat im Januar einen →Blick in die Türmerwohnung werfen können. Das Video, dass dabei entstand finden Sie auch auf →Youtube.

Mehr Informationen zur Stadtkirche finden sie auf der Seite →Markgrafenkultur.de und auf der →Homepage der Stadtkirche.

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