Stadt Bayreuth

Puppenhäuser – Nur Spielzeuge?

Die Ausgangsbeschränkungen bringen oft Langeweile in die eigenen vier Wänden mit sich. Die Augen richten sich auf längst verstaubte Brett- und Gesellschaftsspiele. Und vielleicht auf die bekannten Steckbausysteme der Kinder. Darunter können sich Burgen, Bauernhöfe, Polizeistationen oder auch ganz normale Familienhäuser befinden. Der Vorläufer für die heutigen Modelle ist das Puppenhaus. Doch die Geschichte des Puppenhauses begann erstaunlicherweise nicht als Spielzeug.

Warum trägt jemand teuren Schmuck oder teure Kleidung? Die meisten antworten darauf, dass es ihnen gefällt. Und das ist auch richtig. Es ist aber nicht immer die ganze Wahrheit. Viele mögen ihre teuer gekauften Dinge auch zeigen! Und somit ihren Reichtum den Menschen vor Augen führen.

Das Puppenhaus war zu Beginn auch so ein „Anzeiger“ für Reichtum. Daher ließen sich die reicheren Leute aus Städten wie Nürnberg oder Augsburg ihre eigenen Häuser in klein nachbauen um es  anderen präsentieren zu können.

Das erste Puppenhaus für Kinder wurde dann 1631 in Nürnberg gebaut. Aber nicht damit die Kinder damit spielen können. Nicht nur! Besonders für die Mädchen war das Puppenhaus dazu gedacht ihnen spielerisch die Aufgaben einer Hausfrau beizubringen. Zunächst nur den oberen Schichten vorbehalten, zogen die erzieherischen Puppenhäuser erst während der Zeit des Biedermeier in die bürgerlichen Häuser ein.

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