Stadt Bayreuth

05.06.2020

Minister informiert sich über KI-Aktivitäten an der Uni Bayreuth

Universität ein wichtiger Partner im Netz der bayerischen KI-Forschung

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler hat sich bei einem Besuch an der Universität Bayreuth über die dortigen Aktivitäten auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) informiert. „Die Universität Bayreuth ist eine wichtige Partnerin im Netz der bayerischen KI-Forschung“, sagte Sibler. Neben der bisherigen Forschung rund um KI wird man in Bayreuth künftig auch auf den Feldern Materialanalyse, Energiemanagement, sowie an der Schnittstelle von Mathematik, Informatik und Robotik mit und über KI forschen. Dies wird möglich durch die drei neuen KI-Professuren, die der Freistaat im Rahmen der „Hightech Agenda Bayern“ an der Universität Bayreuth finanzieren will.

Der Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler mit Prof. Dr. Torsten Eymann, Vizepräsident für Digitalisierung und Innovation der Universität Bayreuth, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik (li.), Prof. Dr. Anton Schiela, Lehrstuhl Angewandte Mathematik (2.v.l.), Prof. Dr.-Ing. Michael Danzer, Lehrstuhl Elektrische Energiesysteme (3.v.l.) und Prof. Dr. Markus Retsch, Lehrstuhl Physikalische Chemie I (re.); Bild: Rennecke/UBT

Aus Sicht der Universität Bayreuth sind diese neuen Professuren wichtige Bestandteile ihrer Zukunftsstrategie auf unterschiedlichen Forschungsfeldern. „Die Zusammenarbeit verschiedener Fakultäten auf dem Bayreuther Campus sowie oberfränkische und innerbayerische Kooperationen und Impulse in Richtung Wirtschaft werden durch die neuen KI-Professuren vertieft oder neu aufgebaut“, berichtete Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible dem Minister und betonte damit die der Universität Bayreuth ureigene Interdisziplinarität. „Inhaltlich schlagen die drei neuen Professuren einen Bogen von theoretisch geprägter Grundlagenforschung hin zur Forschung über technologische Anwendungen der KI“, sagt Leible. Das würdigte auch der Minister: „Durch ihre breit angelegte interdisziplinäre Forschung über verschiedene Fachbereiche hinweg kann sie den Fortschritt und die Innovationen in dem für uns alle bedeutsamen Zukunftsfeld der Künstlichen Intelligenz entscheidend mitgestalten. Damit ist sie auch eine wertvolle Impulsgeberin für die Wirtschaft in ihrer Region.“ Er sieht in den Vorhaben der Universität Bayreuth „großes Potenzial für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit etablierten Unternehmen und Impulse für Unternehmensgründungen im KI-Bereich“.

Neue Professuren

Auf diesen Feldern wird es die neuen Professuren an der Universität Bayreuth geben:

  • Intelligentes Energiemanagement – Grundlagen und Anwendungen der KI in der elektrischen Energieversorgung und in den (dezentralen) Energienetzen mit hohem Anteil erneuerbarer Energien
  • Datengetriebene dynamische Optimierung und Kontrolle, ressourceneffiziente Algorithmen des maschinellen Lernens, insbesondere für den Einsatz auf mobilen Geräten im dynamischen Umfeld und in Echtzeit
  • Physiko-chemische Materialanalytik für nachhaltige Materialforschung; d.h. KI anwenden, um die Beziehungen zwischen Strukturen und Eigenschaften von Materialien schneller, präziser und vielschichtiger analysieren zu können

Bei seinem Aufenthalt an der Universität Bayreuth erläuterten Prof. Dr.-Ing. Michael Danzer, Lehrstuhl Elektrische Energiesysteme, Prof. Dr. Markus Retsch, Lehrstuhl Physikalische Chemie I, und Prof. Dr. Anton Schiela, Lehrstuhl Angewandte Mathematik, dem Minister ausführlich, welche Rolle KI in ihren jeweiligen Forschungsfeldern bereits spielt und wo sie sich von den künftigen Kollegen und Kolleginnen weitere Impulse erhoffen.

Quelle: Universität Bayreuth
Der Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler mit Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth (li); Bild: Rennecke/UBT

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