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Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte

Kontakt:
Moritzhöfen 25
Telefon: 0921 1507200
oder 0921 764010 (Verwaltung Historisches Museum)

Träger: Stadt Bayreuth
Leitung: Martina Ruppert M.A.

Öffnungszeiten

Die Gedenkstätte ist vorbehaltlich der Infektionszahlen und nach Voranmeldung wieder geöffnet. Bitte beachten Sie unbedingt die untenstehenden Informationen zur Voranmeldung!

Dienstag – Freitag 10 bis 14 Uhr
Samastag / Sonntag 13 bis 16 Uhr
(15. Dezember bis 6. Januar geschlossen)

Eintritt: frei

Wichtige Informationen:

Sehr geehrte Besucher!

Ab dem 16.3.2021 ist die Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte – vorbehaltlich der Infektionszahlen und weiterer Regelungen – wieder für Sie geöffnet.

Zur Einhaltung der vorgegebenen Hygieneschutzmaßnahmen bitten wir Sie Ihren Besuch mindestens einen Tag vorab telefonisch / per Mail anzumelden.

Aufgrund der geringen Quadratmeterzahl/Verkehrsfläche sind aber nur Personengruppen aus einem Haushalt zugelassen.

In Rahmen der gewohnten Öffnungszeiten: Die – Fr von 10 bis 14 Uhr, Sa und So von 13 bis 16 Uhr können Sie folgende Zeitfenster für Ihren Museumsbesuch buchen:

 

Dienstag – Freitag:

10.15 Uhr bis 11. 15 Uhr

11.30 Uhr bis 12.30 Uhr

12.45 Uhr bis 13.45 Uhr

 

Samstag und Sonntag:

13.15 Uhr bis 14.15 Uhr

14.30 Uhr bis 15.30 Uhr

 

Diese Zeitfenster sind strikt einzuhalten, um ein konsequentes Lüften und Desinfizieren zu gewährleisten.

Die Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte wird von den Mitarbeitern des Historischen Museums betreut. Ihre Voranmeldung kann daher ausschließlich von Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 0921- 764010 oder per Mail unter HistorischesMuseum@stadt.bayreuth.de bearbeitet werden.

Eine Buchung per E-Mail ist erst nach Rückbestätigung gültig. Bitte beachten Sie, dass samstags und sonntags keine E-Mails bestätigt werden können!!

Neben den bereits geltenden Hygieneschutzmaßnahmen wie Abstandsregeln, Maskenpflicht (mindestens FFP2) und der Begrenzung der Besucherzahl müssen auch Ihre Kontaktdaten, der Zeitpunkt Ihres Besuchs sowie die Anzahl der Begleitpersonen dokumentiert werden. Diese Datenerhebung dient der eventuellen Kontaktnachverfolgung und wird im Rahmen des vorgeschriebenen Zeitraums gespeichert. Anschließend werden sie ordnungsgemäß vernichtet.

 

Leuschner – ein führender Kopf des deutschen Widerstands

Zur Erinnerung an den Gewerkschaftsführer und Widerstandskämpfer Wilhelm Leuschner (1890 – 1944) hat die Stadt Bayreuth im Jahr 2003 in Leuschners Geburtshaus eine Gedenkstätte eingerichtet. Das 1878 als Mietshaus mit Kleinwohnungen errichtete Gebäude war nach langer baulicher Vernachlässigung 2002/2003 von den neuen Eigentümern grundlegend saniert worden.

Wilhelm Leuschner wurde hier am 15. Juni 1890 als Sohn einer Näherin und eines Hafners/Ofensetzers geboren. Er wuchs in Bayreuth auf und absolvierte nach der Schulzeit die Lehre bei einem Holzschnitzer in der Richard-Wagner-Straße. Im Jahr 1908 übersiedelte er nach Darmstadt, wo sich ihm bessere berufliche Aussichten boten. Bald engagierte er sich gewerkschaftlich, nachdem er schon in Bayreuth enge Kontakte zur Arbeiterbewegung geknüpft hatte.

Konsequenter Kämpfer gegen den Nationalsozialismus

Im Ersten Weltkrieg war er bei einem technischen Messtrupp eingesetzt. 1919 begann mit der Wahl zum Stadtverordneten in Darmstadt Leuschners politische Karriere, die 1928 in seiner Ernennung zum hessischen Innenminister gipfelte. Schon damals warnte er konsequent und weitsichtig vor den Gefahren des stärker werdenden Nationalsozialismus. Nach der Machtübernahme Hitlers lebte Leuschner, inzwischen nach Berlin übergesiedelt, unter ständiger Beobachtung und Bedrohung. Er wurde mehrfach inhaftiert. Zusammen mit seinem Schwiegersohn betrieb er in Berlin eine kleine Firma, die bald zum Treffpunkt und zur Verbindungsstelle für NS-Gegner vor allem aus der SPD und den Gewerkschaften wurde.

Ab 1942 hatte Leuschner Kontakte zu Widerstandsgruppen aus anderen gesellschaftlichen Schichten, vor allem zum Kreisauer Kreis und zur Gruppe von Carl Friedrich Goerdeler. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurde auch Leuschner, der als Vizekanzler für ein künftiges Kabinett „nach Hitler“ vorgesehen war, festgenommen und nach der Verurteilung durch den Volksgerichtshof am 29. September 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Die Gedenkstätte zeigt im Erdgeschoss die Stationen von Leuschners Leben in Bayreuth, Darmstadt und Berlin. Ein Video mit Filmdokumenten und mit Aufnahmen von den originalen Schauplätzen verdeutlicht sein Leben von 1933 bis 1944 unter ständiger Bedrohung durch die Nationalsozialisten und seine Verbindungen zu anderen Gruppen des Widerstandes.

Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung bietet ergänzend Führungen, Unterrichtsbegleitung für Schulklassen und andere themenbezogene Veranstaltungen an.