Artenvielfalt dank des eigenen Gartenteichs

Wer einen Gartenteich anlegt, fördert damit automatisch die Artenvielfalt im eigenen Zuhause. Was dabei beachtet werden sollte, verrät Dimitri Seidenath vom Stadtgartenamt der Stadt Bayreuth für den Juli.

Ein Libelle. Foto: Stadt Bayreuth
Ein Gartenteich bietet Lebensraum für zahlreiche Tierarten wie Libellen. Foto: Stadt Bayreuth

Idealerweise ist der Teich eher sonnig als schattig gelegen und nicht von Bäumen umgeben, da das herunterfallende Laub zu einem starken Nährstoffeintrag führt. Es sollte Zonen mit verschiedenen Tiefen geben: bepflanzte Flachwasserbereiche und eine mindestens 80 cm tiefe Zone, welche verhindert, dass der Teich sich im Sommer zu stark aufheizt und im Winter vollständig durchfriert.

Ein Gartenteich bietet Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Insbesondere die bedrohten heimischen Amphibien wie Frösche, Kröten oder Molche freuen sich über neue Feuchtgebiete. Auch zahlreiche Insekten, wie Libellen oder Käfer, sind auf Wasser angewiesen. Ökologisch besonders wertvoll sind Gartenteiche ohne Fischbesatz, da diese die meisten Kaulquappen und Insektenlarven fressen. Ob mit oder ohne Fische, mit einem vielfältig gestalteten Gartenteich muss man vor einer Mückenplage keine Angst haben, da die hohe Artenvielfalt ein ökologisches Gleichgewicht fördert, in dem die Arten sich gegenseitig kontrollieren.

Besonders in der warmen Jahreszeit freuen sich auch viele landlebende Tiere über einen Gartenteich, um ihren Durst zu stillen. So nutzen beispielsweise Igel, Vögel und Insekten den Teich als Tränke. Damit dieser jedoch nicht zur Falle wird, sollten die Ufer nicht zu steil abfallen oder Ausstiegsmöglichkeiten angebracht werden.

Ein schön gestalteter Gartenteich ist nicht nur für Menschen ein schöner Ort zur Erholung und zum Entdecken, sondern bietet auch wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.