Ausstellung der Siegfried Wagner Gesellschaft im RW21

Die diesjährige Ausstellung der Internationalen Siegfried Wagner Gesellschaft e. V. zum Festspieljubiläum steht unter dem Titel »Keine Festspiele zum Jubiläumsjahr?“. Sie wird am Freitag, 24. Juli, 16 Uhr, in der RW21 Stadtbibliothek von Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel eröffnet, der Vizepräsident der Internationalen Siegfried Wagner Gesellschaft, Achim Bahr, spricht einführende Worte, Rebecca Broberg (Sopran) und Wolfram Graf (Klavier) sorgen für den musikalischen Rahmen.

Siegfried und Richard Wagner im Profil | Foto: Stadt Bayreuth

Seit 1888 fanden die Bayreuther Festspiele in einem Dreijahres-Turnus statt: auf zwei Festspieljahre folgte ein Pausenjahr. Daran hielt unerschütterlich auch Siegfried Wagner fest – nicht einmal zu den bedeutenden Jubiläen 1913 (Richard Wagners 100. Geburtstag) und 1926 (50 Jahre Festspiele), die jeweils in ein Pausenjahr fielen, machte er eine Ausnahme. Dazu meinte er lapidar: Es hat manche befremdet, dass wir 1926 nicht spielen […] Wir feiern das Jubiläum […], indem wir vorarbeiten.“

Allerdings gab es 1926 wieder konkurrierende „Wagner-Festspiele“ am Prinzregententheater in München – zum Teil sogar in Bayreuther Besetzung – und eine sogenannte Deutsche Festspielwoche am Nationaltheater in Weimar – genau dort also, wo die Nationalversammlung die Abschaffung der Monarchie beschlossen und die Ausrufung der Republik verkündet hatte.

Außer Ludwig van Beethovens „Neunter Symphonie“, mit der die Weimarer Festspielwoche eröffnet wurde, standen hier, an der einstigen Wirkungsstätte seines Großvaters Franz Liszt, an musikalischen Werken exklusiv zwei Opern von Siegfried Wagner auf dem Programm: „Der Bärenhäuter“ und „Sternengebot“. Diese Ereignisse sowie Siegfried Wagners zehnte Oper, „Der Friedensengel“, die 1926 uraufgeführt wurde, thematisiert die diesjährige Ausstellung zum 150. Festspieljubiläum in der Galerie der RW21 Stadtbibliothek. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Broschüre.