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30.11.2020

Bayreuther Klimaschutz startet durch

Die neuen Klimaschutzmanagerinnen Gesa Thomas und Jana Edlinger erarbeiten integriertes Klimaschutzkonzept

Mit Schwung wollen die neuen Bayreuther Klimaschutzmanagerinnen Gesa Thomas und Jana Edlinger die Klimazukunft in der Stadt Bayreuth vorantreiben. Seit Oktober fördert das Bundesumweltministerium im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative ihre Stelle, die sich die beiden erfahrenen Klimaschutzexpertinnen teilen. Ziel ist es, unter Einbeziehung der Bürgerschaft ein integriertes Klimaschutzkonzept auszuarbeiten und umzusetzen.

Jana Edlinger und Gesa Thomas.
Jana Edlinger und Gesa Thomas (von links)

2019 hatte die „Fridays for Future“-Bewegung in der Bürgerversammlung ein solches Konzept gefordert, das vom Stadtrat beschlossen wurde. Das Konzept wird neben einer Ist-Bewertung der Treibhausgasausstöße in der Stadt einen Katalog sinnvoller Maßnahmen zu deren Senkung enthalten, Wege zur Umsetzung aufweisen und Klimaziele für Bayreuth festlegen.

Bekenntnis zum Klimapakt der Metropolregion Nürnberg

Zu einigen Klimazielen hat sich die Stadt dabei auf Anraten des neuen Klimaschutzmanagements bereits bekannt: So hat der Stadtrat den Klimapakt der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) und die Bestrebung zu dessen Umsetzung durch Beschluss bestätigt. Das bedeutet unter anderem, dass die Stadt einen Beitrag leistet, die Treibhausgasemissionen in der EMN deutlich zu senken, sich für die energetische Sanierung einsetzt, vor allem im Wärmebereich, und Lösungen für klimafreundliche Mobilität sucht. Außerdem wurde der Beitritt zum Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder/Alianza del Clima e.V. beschlossen, der ebenfalls die Bindung an Klimaziele wie massive CO2-Einsparungen im Stadtgebiet und den Erhalt des tropischen Regenwaldes Amazoniens voraussetzt. In diesem Bündnis sind 1.800 Mitgliedskommunen aus 27 Ländern organisiert, darunter knapp hundert in Bayern.

Überregionaler Austausch

Beide Beschlüsse dienen einem intensiven überregionalen Austausch zu bestehenden oder neuen Klimaschutzprojekten auf bayerischer und auf europäischer Ebene. Solche Vernetzungen sehen Gesa Thomas (seit 1. Oktober bei der Stadt) und Jana Edlinger (ab 1. Januar) auch im lokalen Bereich als eine der wichtigen Aufgaben an. Denn Klimaschutz ist kein unbetretenes Neuland in der Region, nur die strukturelle Verankerung in der Verwaltung und die Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft müssen stärker etabliert werden: „Man muss das Rad nicht neu erfinden, aber man muss es nutzen. Und dafür hilft es, oft Erfahrungen auszutauschen“, so Thomas und Edlinger.

Erfahren im Projektmanagement

In ihren vorherigen Tätigkeiten als Klimaschutzmanagerinnen des Landkreises Bayreuth und der Stadt Schwabach haben beide schon reichlich Erfahrung im Projektmanagement für den kommunalen Klimaschutz gesammelt. Dazu gehört nach Mitteilung von Oberbürgermeister Thomas Ebersberger die Umsetzung von Projekten in Handlungsfeldern wie Ausbau erneuerbarer Energien, energetische Verbesserung von kommunalen Gebäuden, Energieberatung, Radverkehr und Mobilität, klimafreundliche Beschaffung und nachhaltiger Konsum, klimafreundlicher Tourismus, Umweltbildung, Ernährung und natürlich viel Netzwerken und Öffentlichkeitsarbeit. In Kürze werden die Informationen über die Klimaschutzaktivitäten auch auf der Webseite der Stadt im Bereich „Umwelt, Energie“ erscheinen. Im Initiativkreis der Klimaschutzmanager der EMN sind beide schon seit mehreren Jahren intensiv eingebunden und haben mit dieser Gruppierung für die „CO2-Fasten-Challenge“ 2019 den bundesweiten Preis „Klimaaktive Kommune“ gewonnen.