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22.06.2020

Die Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule schreitet voran

Zum Schuljahr 2021/22 soll der Schulbetrieb in einem komplett sanierten Gebäude starten – Stadt investiert 14,7 Millionen Euro

Es ist eines der großen Schulsanierungsprojekte, die die Stadt Bayreuth derzeit zu stemmen hat: Die Albert-Schweitzer-Schule wird im Zuge einer Generalsanierung fit für die Zukunft gemacht. Die Schule ist mit ihrem Lehr- und Lernbetrieb für die Dauer der Bauarbeiten in einem Ersatzgebäude als Übergangslösung untergebracht. Im März dieses Jahres konnte eine umfangreiche Schadstoffsanierung im Schul- und in den Turnhallengebäuden, die als erster Schritt in Angriff genommen worden war, abgeschlossen werden. Seither laufen die eigentlichen Ausbauarbeiten in den inzwischen rohbauähnlichen Gebäuden auf Hochtouren.

Die Sanierung der Schulen ist für Bayreuth als ausgewiesene Bildungsstadt mit einer breiten Palette schulischer Einrichtungen der Aus- und Fortbildung eine Daueraufgabe. „Für die Stadt bedeutet das große finanzielle Herausforderungen“, so Oberbürgermeister Thomas Ebersberger. Dies gilt umso mehr in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie der momentanen, durch die Corona-Pandemie ausgelösten Krise. Kurzfristig müsse neben der Albert-Schweitzer-Schule auch die ebenfalls millionenschwere Sanierung der Graserschule und der weiterführenden Schulen bis hin zur Gewerblichen Berufsschule umgesetzt werden. „Investitionen in unsere Schulen sind Investitionen in die Zukunft. Wir stellen uns als Sachaufwandsträger den damit verbundenen Aufgaben daher mit Überzeugung.“

Umfangreiche Untersuchungen

Erst mit Abschluss der Schadstoffsanierung konnten weitere Bestandsuntersuchungen in den Gebäudeteilen erfolgen, da das Gebäude nun komplett entkernt war. Unter anderem konnte nun die Außenwandkonstruktion detailliert durch die Tragwerksplaner untersucht werden, mit dem Ergebnis, dass diese noch weiter statisch zu verbessern ist. Die Ergebnisse der Bestandsbetrachtungen im entkernten Zustand sind in die Detail- und Werkplanung eingeflossen und machten weitere Abstimmungen mit den Fachplanern erforderlich.

Eine weitere Herausforderung: Im nördlich gelegenen Keller des Schulgebäudes drang durch die veränderte bauliche Situation immer wieder Wasser ein. Bis die Ursache hierfür und eine Lösung für die Trockenlegung des Kellers gefunden wurde, waren ebenfalls umfangreiche Untersuchungen notwendig. Außerdem sind bereits konkrete Festlegungen zur Gestaltung der Oberflächen des Schulgebäudes getroffen worden, wie beispielsweise die Wahl der Putze, Schlämmputze und Bodenbeläge, die nun in die Ausführungsplanungen einfließen konnten.

Erneuerung der Turnhallen

Das neue Dach der nördlich gelegenen Turnhalle wurde inzwischen fertiggestellt. Momentan sind im Innenbereich der Halle die Maler damit beschäftigt, die aus dem Brandschutzkonzept geforderten Schutzanstriche der Stahlteilelemente des Dachtragwerkes aufzutragen. Die Stahlbauteile des Dachtragwerkes der südlich gelegenen Turnhalle müssen nicht ertüchtigt werden. Sie werden allerdings durch farbige Anstriche dem neuen Turnhallendach Nord angeglichen. Weitestgehend alle Fenster in der Sporthalle sind eingebaut. Die Deckenstrahlplatten zum Beheizen der Halle sind montiert. Derzeit schreiten in den Umkleiden, WC’s und Nebenräumen der Turnhalle die haustechnischen Installationsarbeiten zügig voran. Sobald sie abgeschlossen sind, kann der Trockenbauer die bereits vorinstallierten Wand- und abgehängten Deckenkonstruktionen schließen. Parallel dazu werden die Putzarbeiten in der Sporthalle ausgeführt.

Die Arbeiten zur Sanierung der Betonbauteile im Schulgebäude sind inzwischen weitgehend abgeschlossen. Im südlichen Keller wurde mittels einer Kernbohrung ein zweiter Pumpenschacht angelegt. Dadurch wird der Keller, der aufgrund eines schwankenden Grundwasserspiegels im Zuge der Sanierungsarbeiten immer wieder unter Wasser stand, trocken gehalten. Mit der Sanierung des Mauerwerks der von Feuchtigkeitsschäden gezeichneten Ziegelwände im Keller- und Erdgeschoss wurde bereits begonnen. Nach Freilegen des Dachtragwerkes des Schulgebäudes werden nun weitere statische Mängel behoben. Parallel dazu sind die umfangreichen Dämmarbeiten des Dachraumes angelaufen. Der Trockenbauer hat bereits mit der Unterkonstruktion der neuen Trockenbauwände begonnen.

Laufende Optimierung des Bauablaufs

Alles in allem wird die Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule nach derzeitigem Erkenntnisstand rund 14,7 Millionen Euro kosten. Davon entfallen knapp eine Million Euro allein auf die im März abgeschlossene Schadstoffsanierung. Der Bauablauf und die Bauzeitenpläne werden mit den Projektbeteiligten abgestimmt und durch die Projektleitung im städtischen Hochbauamt laufend optimiert. Läuft alles nach Plan, so kann die Schule ihren Betrieb zum Beginn des Schuljahrs 2021/22 in einem dann komplett sanierten Gebäude wiederaufnehmen.

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