Die polarisierenden Debatten der vergangenen Jahre über den Umgang mit historisch belasteten Straßennamen in Bayreuth zeigen sowohl die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte als auch die dringende Notwendigkeit einer Entscheidungsfindung. In den vergangenen Monaten hat die Stadt Bayreuth in Umsetzung eines Stadtratsbeschlusses vom Dezember vergangenen Jahres an Straßenschildern, die die Namen historisch umstrittener Persönlichkeiten tragen, entsprechende Ergänzungsschilder angebracht.
Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel (Mitte) hat die Aktion am Mittwoch, 22. Juli, mit dem langjährigen Landtagsabgeordneten und Altstadtrat Dr. Christoph Rabenstein (2. v. li.) sowie der Leiterin des Historischen Museums, Martina Ruppert (li.), an der Kreuzung Richard-Wagner-Straße und Cosima-Wagner-Straße vorgestellt.
Weitere zusätzlich beschilderte Straßen sind die Karl-Muck-Straße, die Ludwig-Thoma-Straße, die Hindenburgstraße und die Bismarckstraße. Die Stadtrats-Kommission für die Umbenennung von Straßennamen hatte diese vorab historisch-kritisch oder hinsichtlich einer antisemitischen Haltung neu eingeordnet.

