Die Stadtwerke Bayreuth schließen umfangreiche Arbeiten am Hohenzollernring ab. Dieser wird am Mittwochmorgen (9. September 2026) wieder für den Verkehr freigegeben. Insgesamt haben die Stadtwerke für rund 700.000 Euro die Versorgungsinfrastruktur in diesem Bereich gestärkt.
Die Arbeiten am Hohenzollernring stehen vor dem Abschluss: Nachdem die Tiefbau- und Asphaltierungsarbeiten inzwischen vollständig beendet sind, laufen aktuell noch die Fahrbahnmarkierungen. Ab Mittwochmorgen, 9. September, wird der Hohenzollernring wieder für den Verkehr freigegeben. Damit kann auch das Verkehrskonzept für das Konzert der Toten Hosen am Mittwochabend auf dem Volksfestplatz wie geplant greifen.

„Ab Mittwochmorgen heißt es wieder: freie Fahrt. Und unter der Straße liegt nun eine Infrastruktur, die für die kommenden Jahre und Jahrzehnte deutlich besser gerüstet ist“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Rützel. „Das ist für uns ein sehr gutes Ergebnis einer Baustelle, die zunächst vollkommen ungeplant begonnen hat.“
Wasserrohrbruch Ende Juli
Ausgangspunkt war ein Wasserrohrbruch Ende Juli auf Höhe des Hauses Deutscher Ring. Das austretende Wasser hatte weite Teile der Fahrbahn unterspült und deren Tragfähigkeit beeinträchtigt. Der betroffene Abschnitt des Hohenzollernrings musste deshalb kurzfristig vollständig gesperrt werden.
Nach enger Abstimmung mit der Stadt Bayreuth und insbesondere dem Straßenverkehrsamt sowie dem Tiefbauamt entschieden die Stadtwerke, nicht nur den akuten Schaden zu beheben. Stattdessen nutzten sie die ohnehin notwendige Sperrung, um die Versorgungsinfrastruktur in diesem wichtigen Bereich umfassend zu modernisieren. Insgesamt wurden rund 270 Meter Versorgungsleitungen erneuert. Darüber hinaus haben die Stadtwerke Leerrohre für die künftige Stromversorgung sowie für Telekommunikationsleitungen verlegt. Das Gesamtvolumen der Arbeiten liegt bei rund 700.000 Euro.
Umfassende Erneuerung
„Natürlich war der Rohrbruch zunächst eine ärgerliche und für viele Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende belastende Situation. Umso wichtiger war uns, daraus das Beste zu machen“, sagt Rützel. „Wir haben nicht nur repariert, sondern sehr bewusst weitergedacht. Wenn eine der wichtigsten Verkehrsachsen Bayreuths ohnehin gesperrt ist, wäre es aus unserer Sicht nicht sinnvoll gewesen, nur den unmittelbaren Schaden zu beheben und möglicherweise wenige Jahre später erneut eine Baustelle einrichten zu müssen.“
Mit der umfassenden Erneuerung sei der Bereich nun für viele Jahre deutlich besser aufgestellt. „Diese Vorgehensweise war mit zusätzlichem Aufwand verbunden, ist langfristig aber die wirtschaftlichere und vorausschauendere Lösung“, so Rützel. „Wir stärken damit die Versorgungssicherheit in diesem Bereich und haben die einmalige Gelegenheit genutzt, mehrere notwendige Arbeiten gebündelt umzusetzen.“
Enge Zusammenarbeit aller Beteiligten
Dass dieses zusätzliche Maßnahmenpaket innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden konnte, sei vor allem dem großen Einsatz und der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken. Die Stadtwerke hatten zusätzliche Bautrupps von anderen Baustellen abgezogen und die Kräfte am Hohenzollernring gebündelt. „Besonderer Dank gilt dabei auch den beteiligten Unternehmen Fränkische Baugesellschaft und Markgraf“, sagt Rützel. „Was hier in kurzer Zeit geleistet wurde, war nur möglich, weil wirklich alle an einem Strang gezogen haben. Mein großer Dank gilt unseren Kolleginnen und Kollegen, den beteiligten Unternehmen und ganz besonders dem Straßenverkehrsamt der Stadt Bayreuth. Die Abstimmung war vom ersten Tag an eng, pragmatisch und lösungsorientiert. Anders wäre es gar nicht möglich gewesen, eine ungeplante Baustelle dieser Größenordnung um zusätzliche Arbeiten zu erweitern und trotzdem innerhalb dieses engen Zeitfensters zum Abschluss zu bringen.“
Auch mit Blick auf das Konzert der Toten Hosen am 9. September habe sich die gute Abstimmung ausgezahlt. „Uns war allen bewusst, wie wichtig es ist, den Ring rechtzeitig wieder freigeben zu können“, sagt Rützel. „Dass das gelingt und das vorgesehene Verkehrskonzept zum Konzert wie geplant umgesetzt werden kann, ist ein schöner Schlusspunkt unter einer intensiven Baustellenphase.“
Rützel bedankt sich abschließend bei den Bayreutherinnen und Bayreuthern für ihre Geduld: „Eine Vollsperrung an dieser Stelle ist eine erhebliche Belastung. Wir wissen sehr zu schätzen, dass viele Menschen dafür Verständnis aufgebracht haben. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.“
Quelle: Stadtwerke Bayreuth
