Der Bau des neuen Stadtarchivs auf dem Anwesen der ehemaligen Leers’schen Villa in der Bernecker Straße in St. Georgen ist eines der wichtigsten Projekte der Stadt Bayreuth der vergangenen Jahre. Am Freitag, 12. Juni, ist die Einrichtung im Rahmen einer Feierstunde vor zahlreichen Ehrengästen eingeweiht worden.
Der Neubau des Stadtarchivs mit 2.300 Quadratmetern Nutzfläche bietet Raum für 259 Rollregaleinheiten mit Platz für Akten und anderes Archivgut zur Stadtgeschichte von über zehn Kilometern laufender Länge. Darüber hinaus befinden sich vier Regalreihen im Fotomagazin sowie 18 Schränke für Pläne in dem kubischen Gebäude. Neben den Magazinräumen im Ober- und Untergeschoss befinden sich im Erdgeschoss ein verglastes, lichtdurchflutetes Foyer sowie ein Lesesaal und ein Seminarraum.
Der Bestand des Stadtarchivs umfasst neben den archivwürdigen Akten der Verwaltung der Stadt Bayreuth auch denjenigen der eingemeindeten Ortsteile von Aichig bis Wolfsbach, den Nachlass von über 60 Privatpersonen und Familien sowie Unterlagen von Bayreuther Unternehmen, Vereinen und anderen Institutionen. Nach dem Umzug aus dem alten Stadtarchiv hinter der Spitalkirche befinden sich derzeit etwa 1,5 laufende Kilometer Akten in den Magazinen in St. Georgen.
Auch in der ehemaligen Leers’schen Villa waren in den vergangenen Jahren Bauarbeiter aktiv. In dem komplett sanierten Gebäude aus dem Jahr 1901 mit seinen 415 Quadratmetern Nutzfläche sind die Büros der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Archivs sowie weitere Arbeitsräume untergebracht. Über einen verglasten Verbindungsbau sind Villa und Neubau barrierefrei erreichbar.
Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel lobte die neue Einrichtung der Stadtverwaltung in St. Georgen: „Mit dem neuen Stadtarchiv hat die Stadt Bayreuth eine attraktive Umgebung für alle Menschen geschaffen, die Interesse an Quellen für die Erinnerungskultur zeigen – egal ob Schüler, Ahnenforscher, Geschichtsinteressierte oder Wissenschaftler. Das barrierefreie Gebäude mit seinem zum Aufenthalt einladenden Garten soll gerade auch für den Stadtteil St. Georgen ein neuer Treffpunkt werden und zum Begegnen, Arbeiten und Forschen einladen.“
Die Grundsteinlegung für das neue Stadtarchiv fand am 13. Oktober 2023 statt, das Richtfest wurde am 3. Mai 2024 gefeiert. Die Kosten für den Neubau und die Sanierung der Villa liegen bei etwa 21,5 Millionen Euro. Die Fördermittel in Gesamthöhe von 3.470.100 Euro setzen sich aus Zuschüssen vom Kulturfonds in Höhe von 264.500 Euro, der Oberfrankenstiftung in Höhe von 1,5 Millionen Euro und der Städtebauförderung in Höhe von 1.705.600 Euro zusammen.






