Impulse für eine resiliente Region

Bayreuth wurde dieser Tage zum Treffpunkt regionaler Zukunftsmacher und Impulsgeber: Unter dem Titel „Regio.PULS: Die Region von morgen – resilient und kreativ!“ kamen im Evangelischen Zentrum Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Regionalmanagement aus ganz Franken zusammen.

Mehrere Personen stehen hinter einem Konferenztisch. | Foto: STMWI / M. Gellert
Bei der Fachtagung „Regio.PULS“ im Evangelischen Zentrum standen Themen der regionalen Transformation und Resilienz im Mittelpunkt. | Foto: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie / M. Gellert

Eingeladen hatte das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (STMWI) – mit dem Ziel, zentrale Herausforderungen der Regionalentwicklung gemeinsam zu diskutieren, konkrete Lösungsansätze zu entwickeln und dabei insbesondere die Impulse und Ideen der Akteure vor Ort aufzunehmen sowie aktiv in die weiteren Überlegungen einfließen zu lassen.

Nach der Begrüßung durch Muna Kopfmüller, Referatsleiterin Regionalmanagement und Standortentwicklung im STMWI, startete die Veranstaltung direkt in die inhaltliche Arbeit: In fünf thematischen Ateliers arbeiteten Fachleute intensiv an den großen Zukunftsfragen der Region. Im Fokus standen Demografie und Gesundheit, regionale Transformationsprozesse, Klima und Natur, Tourismus und Kultur sowie die Aktivierung von Leerständen. Moderiert wurden die Arbeitsphasen jeweils von erfahrenen Akteurinnen und Akteuren aus dem Regionalmanagement und angrenzenden Bereichen – darunter Matthias Mörk und Matthias Fischer, Bettina Gardenne und Sebastian Norck, Simone Göbel und Gesa Thomas, Andrea Linz und Florian André Unterburger sowie Andrea Denzinger und Monika Pellkofer.

Komplexe Herausforderungen

Die Ergebnisse dieser Arbeitsphasen wurden anschließend im Plenum präsentiert: Fünf prägnante Thesen pro Atelier fassten die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Deutlich wurde dabei, wie komplex und vielfältig die Herausforderungen sind – von den Folgen des demografischen Wandels über die Transformation der Wirtschaft bis hin zu Fragen der Klimaanpassung und der Belebung von Ortskernen. Gleichzeitig zeigten die Diskussionen aber auch: Es gibt zahlreiche Stellschrauben und konkrete Ansätze, um Regionen zukunftsfähig aufzustellen.

Die Region im Wandel

Visualisiert wurden diese Perspektiven auf einer Frankenkarte, auf der Chancen, Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten aus Sicht der Regionalmanagerinnen und Regionalmanager verortet wurden. Diese diente als Grundlage für den anschließenden Expertendialog im Format „#KontextstattKeynote“. Statt eines klassischen Vortrags ordnete Hanno Kempermann, Geschäftsführer des Deutschen Instituts der Wirtschaft aus Köln, die Ergebnisse im Gespräch mit dem Moderatorenteam Dr. Peter Görgl und Eva Rundholz in einen gesamtdeutschen Kontext ein. Dabei ging es unter anderem um die Bedeutung funktionierender Innovations-Ökosysteme, die Rolle der Forschungslandschaft, die Stärke ländlicher Räume sowie die Notwendigkeit stabiler Netzwerke und gezielten Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Auch die Herausforderungen der Dekarbonisierung und die zunehmend engeren finanziellen Spielräume der Kommunen wurden thematisiert.

Politische Perspektiven brachte Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt, MdL, in seinem Grußwort ein. Er unterstrich die zentrale Rolle der Regionalentwicklung für die Zukunftsfähigkeit Bayerns und würdigte das Engagement der zahlreichen Akteurinnen und Akteure vor Ort.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde der Blick nochmals geschärft: Gemeinsam mit den Landräten Dr. Oliver Bär (Hof), Florian Wiedemann (Bayreuth) und Sebastian Straubel (Coburg) wurde deutlich, wie wichtig der kontinuierliche Dialog zwischen Politik, Verwaltung und regionalen Initiativen ist. Nur durch enge Zusammenarbeit und langfristige Strategien könnten tragfähige Lösungen entstehen, die Regionen resilient und anpassungsfähig machen.

Starke Strukturen

Die Veranstaltung machte insgesamt deutlich: Franken verfügt über starke Strukturen, engagierte Netzwerke und kreative Ideen. Besonders die Regionalakteure bringen ein hohes Potenzial und großes Engagement mit. Entscheidend wird sein, diese Kräfte gezielt zu vernetzen und nachhaltig zu nutzen – und die notwendigen finanziellen Spielräume zu schaffen, um die erarbeiteten Ansätze wirksam umzusetzen.