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26.02.2021

Inklusions-Trolley fürs Kunstmuseum

Seit vielen Jahren gibt es im Kunstmuseum Bayreuth bereits einzelne Angebote für blinde, sehbehinderte und hörbeeinträchtigte Menschen. Seit 2018 organisiert das Kunstmuseum das museumspädagogische Projekt „barriereFREI“, das von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern gefördert wird. Das Projekt hat das Ziel, dass alle Menschen – ohne Einschränkungen – die Ausstellungen und umfangreichen Angebote des Museums nutzen können. Hierfür will das Kunstmuseum verschiedene Hilfsmittel anbieten. Schon Ende 2019 hat Staatsminister Bernd Sibler im Rahmen dieses Projektes eine inklusive Info-Station an der Museumskasse der Öffentlichkeit übergeben. Nun soll es in Kooperation mit Claudia Böhme, Augsburg, und dem Stadtmuseum Trier – zur Weiterentwicklung der Inklusion in den Ausstellungsräumen des Museums über die Infostation im Eingangsbereich hinaus – einen mobilen „Inklusions-Trolley“ geben. Hierfür hat das Kunstmuseum Bayreuth beim Schreiner Andreas Angermann aus Wonsees einen geeigneten Trolley anfertigen lassen.

Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (links) und Kulturreferent Benedikt Stegmayer erkunden den neuen Inklusions-Trolley für das Kunstmuseum. Museumsleiterin Dr. Marina von Assel und Schreiner Andreas Angermann erklären die einzelnen Funktionen.
Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (links) und Kulturreferent Benedikt Stegmayer erkunden den neuen Inklusions-Trolley für das Kunstmuseum. Museumsleiterin Dr. Marina von Assel und Schreiner Andreas Angermann erklären die einzelnen Funktionen.

Der Trolley ist für blinde und sehbehinderte Individualbesucher/innen mit einer sehenden Begleitperson gedacht, soll aber auch für Veranstaltungen der Museumspädagogik Verwendung finden. Das mobile Möbelstück im Museumsgrün hat Rollen, Griffe zum Festhalten, Netze zum Verstauen von Utensilien, verschiedene Schübe für Vermittlungsmaterial.

In den nächsten Wochen soll dieser Wagen mit geeigneten Informationsmaterialien bestückt werden, damit sich alle Menschen selbsttätig über die Ausstellungen im Kunstmuseum Bayreuth informieren können.

  1. Holzmodell eines Interieurs von Horst Antes aus dem Mainmühlkanal, angefertigt vom Auszubildenden Andrej Kraus, Schreinerei Angermann,
  2. Tast- oder Schwellkopien, zu jeweils vier Werken in jeder Ausstellung (Kooperation mit dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenverband München)
  3. 3-D-Druck-Kopien von Kleinbronzen Alfred Hrdlickas (Kooperation mit einer AG der Gesamtschule Hollfeld, der Firma OCM Druck, der Handwerkskammer Oberfranken, dem FABLAB)
  4. Fühlproben von verschiedenen Materialien
  5. Material zum haptischen Erfahren von Farben