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02.05.2024

Internationale Bahnverbindungen: Rascher Ausbau gefordert

Deutsch-tschechische Konferenz in Karlsbad appelliert an die Regierungen in Berlin und Prag

20 Jahre nach der EU-Osterweiterung klaffen immer noch empfindliche Lücken im transeuropäischen Streckennetz an der zentralen Nahtstelle von Ost und West. Mit dieser ernüchternden Zwischenbilanz fordern die Wirtschaftsverbände und Anliegerregionen der Franken-Sachsen-Magistrale Nürnberg – Dresden – Görlitz und der Erzgebirgsmagistrale Eger – Aussig a. d. Elbe, dass die Elektrifizierungsvorhaben in Nordostbayern und in der Oberlausitz endlich angegangen werden. Werden zudem die geplanten Anbindungen an die Neubaustrecke Dresden – Prag realisiert, entsteht ein leistungsfähiges Magistralen-Dreieck für den Bahnverkehr über die deutsch-tschechisch-polnischen Grenzen hinweg.

Schaubild Zug

Dieses Dreieck zwischen Nürnberg, Dresden und Prag ist das fehlende Puzzle-Teil, um den Schienenverkehr in der Mitte Europas so zu stärken, dass er den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. Schnelle und robuste Verbindungen der Zentren untereinander und die verbesserte Anbindung der Regionen dazwischen müssen sich nicht ausschließen, betont Oberbürgermeister Thomas Ebersberger, der die Interessen der Stadt Bayreuth bei der bei der von der Stadt angestoßenen und mit organisierten deutsch-tschechischen Konferenz in Karlsbad vertreten hat. „Eine starke Bahn ist wichtig, um den Verkehr auf unseren Schienen und Straßen flüssig zu halten, um den Strukturwandel in unseren Regionen hin zu zukunftsfähiger und klimaneutraler Wertschöpfung voranzubringen und um den Zusammenhalt in Mittel- und Osteuropa zu fördern.“

Karlsbader Erklärung

Die Konferenzteilnehmer waren sich einig, dass ein Bahnausbau dringend erforderlich ist und sie bereit sind, diesen mit ihren Möglichkeiten zu flankieren. An der Konferenz nahmen auch die tschechischen und bayerischen Verkehrsminister, Martin Kupka und Christian Bernreiter, sowie die sächsische Staatssekretärin für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Ines Fröhlich, teil.

Mit der Karlsbader Erklärung wird mit größtem Nachdruck an die Regierungen in Berlin und Prag appelliert, „diese zentralen grenzüberschreitenden Bahnvorhaben von europäischer Bedeutung ohne weitere Verzögerungen zu realisieren. Hier kann europäische Einigung und Zusammenarbeit in Mitteleuropa unter Beweis gestellt werden.“

Gruppenfoto der Konferenzteilnehmer.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Karlsbader Verkehrskonferenz. | Foto: Miroslav Nový