Stadt Bayreuth

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Veterinäramt

Stadt Bayreuth – Veterinäramt
Adolf-Wächter-Straße 37, 95447 Bayreuth
Postfach 10 10 52, 95410 Bayreuth

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag: 8 – 12 Uhr
und nach Vereinbarung

Fax: 0921 1504141   Veterinaeramt@stadt.bayreuth.de

Ansprechpartner Telefon
Dienststellenleiter:
Veterinärdirektor Dr. Kai Braunmiller
0921 1504066
Stellvertr. Dienststellenleiterin:
Dr. Katharina Dörfler
0921 1504066
Fleischhygienestelle am Schlachthof 0151 16301436
Verwaltung 0921 1504066

Aufgaben

Das Veterinäramt nimmt im Stadtgebiet folgende Aufgaben wahr:

  • Verhütung und Bekämpfung von Tierkrankheiten
  • Erhaltung und Entwicklung eines leistungsfähigen Tierbestandes
  • Schutz des Lebens und Wohlbefindens der Tiere, Verhütung von Leiden
  • Schutz des Menschen vor Gesundheitsgefährdung, vor Irreführung und Täuschung durch Lebensmittel tierischer Herkunft
  • Erhaltung und Steigerung der Güte von Lebensmitteln tierischer Herkunft
  • Schutz der Umwelt vor schädlichen, von Tieren, tierischen Erzeugnissen und Abfällen möglicherweise ausgehenden Einflüssen

Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Belgien festgestellt

Nach einer Mitteilung des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vom 13.09.2018 wurde bei tot aufgefundenen Wildschweinen in Belgien im Dreiländereck Frankreich, Luxemburg, Belgien etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze bzw. ca. 300 km von Bayern entfernt, die Afrikanische Schweinepest festgestellt. Bisher gibt es noch keinen Fall in Deutschland, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft steht dazu in ständigem Austausch mit den belgischen Behörden und der EU-Kommission.

Hier ist insbesondere Aufklärung gefragt, denn es sind vor allem Menschen, die einer Seuchenverbreitung Vorschub leisten, indem sie zum Beispiel Speisereste mit ASP kontaminierten Schweinefleischerzeugnissen aus osteuropäischen Ländern unachtsam entsorgen, dies ist eine zu beachtende Infektionsquelle für Wildschweine, die schon zu mehreren Ausbrüchen geführt hat. Es wird auch auf die strikte Einhaltung von Biosicherheits-Maßnahmen für die Schweine haltenden Betrieben hingewiesen, die nach der Schweinehaltungshygieneverordnung vorgegeben sind.

Die Jagdausübungsberechtigten werden gebeten, verendet aufgefundene Wildschweine dem jeweils zuständigen Veterinäramt anzuzeigen, um eine entsprechende Untersuchung sicherstellen zu können.

Hintergrund:

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Schweine, also Wild- und Hausschweine, betrifft und für sie tödlich sein kann. Für den Menschen ist sie ungefährlich. ASP stellt eine große Herausforderung für die Staaten der Europäischen Union dar. Deutschland setzt bereits seit Längerem auf Prävention und hat parallel dazu vergangene Woche (kw 37-2018) ein neues Tierseuchengesetz verabschiedet, um im Fall eines Ausbruches schnell und gezielt handeln zu können.

Bisher hat es keine Fälle von ASP in Deutschland gegeben. In den baltischen Staaten, in Polen und in Rumänien gibt es jedoch sehr hohe Fallzahlen in der Wild- und Hausschweinpopulation. Einige wenige Fälle gab es in Tschechien, Ungarn und jetzt Belgien. Die östlichen Staaten Weißrussland, die Ukraine und Moldawien haben auch sehr hohe Fallzahlen.

Die Verbreitung des ASP-Virus im Großraum Warschau fand aller Wahrscheinlichkeit durch das unachtsame Entsorgen von kontaminierten Lebensmittelabfällen statt, was dementsprechend auch eine sehr hohe Gefahr für das Einschleppen der Tierseuche nach Deutschland bedeutet.

Karte in der die Fälle von Schweinepest aufgezeichnet sind

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Tabelle mit den Ausbruchszahlen der Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa

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Usutu Virus verursacht Amselsterben

Informationen dazu gibt es vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg (BNITM) und dem Friedrich Löffler Institut in Riems, siehe folgende Homepages:

https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/usutu-virus/

https://www.bnitm.de/aktuelles/faq-zum-usutu-virus/

Aktuelle Information für Hobbygeflügelhalter zur Impfpflicht bei Newcastle Disease

Stellungnahme der StIKo Vet zur ND-Pflichtimpfung von Geflügel in Hobbyhaltung

Besitzer von Hühnern oder Truthühnern (Puten) haben alle ihre Tiere gegen die Newcastle-Krankheit impfen zu lassen. Es stehen Lebend- und Inaktivatimpfstoffe zur Verfügung. Die Lebendimpfstoffe werden über das Trinkwasser, Augentropfen oder als Aerosolspray verabreicht. Sie haben nur eine begrenzte Wirksamkeitsdauer und sind entsprechend der Herstellerangaben wiederholt zu applizieren. Injizierbare Inaktivatimpfstoffe werden als Wiederholungsimpfung nach Erstimmunisierung mit einem Lebendimpfstoff verabreicht. Tierimpfstoffe dürfen generell nur an gewerbs- oder berufsmäßige Tierhalter abgegeben werden. Entsprechend muss die Impfung von Rasse- und Hobbygeflügel gegen die Newcastle-Krankheit vom Tierarzt durchgeführt werden. Mögliche Impfschemata sind im Text beschrieben.

Aktuelle Information für Bürger/innen: Hasenpest festgestellt!

Bei einem in der Nähe des Golfplatzes verendet aufgefundenen Feldhasen hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine Infektion mit der Tularämie, der sogenannten Hasenpest, festgestellt. Bei dieser bakteriellen Erkrankung handelt es sich um eine Zoonose, die auch auf den Menschen übertragbar ist. Mehr Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung vom 29.05.2017 und im nachfolgenden Merkblatt!

Aktuelle Informationen für Imker

Wichtiger Hinweis: Imker haben ihre Stände mit Namen, Anschrift und Telefonnummer zu kennzeichnen.

Zum Januar 2017 erfolgte die  Umstellung der Förderung zur Behandlung der Varroose in Bayern. Die Förderung einer effizienten Behandlung aller Bienenvölker gegen die Varroamilbe dient dazu, erheblichen Völkerausfällen möglichst vorzubeugen. Die bisherige Einbindung der Veterinärbehörden in die Abwicklung der Förderung ist seit Januar 2017 nicht mehr erforderlich.

Die Abwicklung erfolgt über die Imkerkreisverbände. Förderfähig sind Verdunster zur Applikation von Ameisensäure.

Ein Merkblatt enthält nähere Informationen hinsichtlich der Bezugsmöglichkeiten von Arzneimitteln zur Varroose-Behandlung.

Weitere Informationen zum Förderverfahren sowie entsprechende Antragsformulare finden Sie unter http://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/003669/.

Lebensmittelhygiene und Lebensmittelüberwachung

Der Schutz der Verbraucher vor möglichen Gefahren, die von Lebensmitteln tierischen Ursprungs ausgehen können, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Amtstierärzte.

Die Gewinnung von gesundheitlich unbedenklichen Lebensmitteln fängt ebenso wie der Verbraucherschutz bereits bei der Urproduktion im landwirtschaftlichen Betrieb an. Er muss sich dann lückenlos über alle Verarbeitungs- und Verteilungsstufen bis hin zum Verbraucher erstrecken. Die Aufgabe des amtstierärztlichen Dienstes zusammen mit den Lebensmittelkontrolleuren und den Untersuchungsämtern ist sowohl die Überprüfung und Analyse der Rohstoffe und Erzeugnisse, als auch darauf zu achten, dass in allen lebensmittelverarbeitenden Betrieben die notwendigen Hygienebedingungen eingehalten werden. Dies geschieht in Form regelmäßiger Betriebsbesichtigungen und Probenentnahmen.

Unter dem Gesichtspunkt der Vorbeugung nehmen die Amtstierärzte u.a. in Baugenehmigungsverfahren Stellung und unterhalten zwecks gezielter Beratung enge Kontakte zu Verbraucherverbänden, Erzeugergemeinschaften und Innungen.

Fleischhygiene

Die Untersuchung der Schlachttiere und des Fleisches ist in umfassenden Rechtsvorschriften gesetzlich geregelt. Die tierärztlichen Aufgaben bestehen hier in der vorgeschriebenen Untersuchung aller Schlachttiere vor und nach dem Schlachten. Sie dienen damit dem Schutz der Menschen vor einer Gefährdung durch Tierkrankheiten (Zoonosen), vor eventuell noch im Fleisch vorhandenen Resten von Tierarzneimitteln wie z.B. Antibiotika und vor verbotenen Masthilfsmitteln mit synthetischen Hormonen. Nach derartigen Stoffen wird bei der Fleischuntersuchung regelmäßig gefahndet. Abschließend wird das Fleisch hinsichtlich seiner qualitativen Eignung als Lebensmittel beurteilt. Die Schlachtbetriebe, Fleischzerlegebetriebe und fleischverarbeitenden Betriebe unterliegen einer besonders strengen amtstierärztlichen Überwachung.

Tierseuchenbekämpfung

Die Tierseuchenbekämpfung, vor allem die Bekämpfung der vom Tier auf den Menschen übertragbaren Krankheiten ist nach wie vor eine der wichtigsten Aufgaben des amtstierärztlichen Dienstes. Früher gefürchtete Tierseuchen wie Tuberkulose, Brucellose, Maul- und Klauenseuche, Tollwut, Hühnerpest und Leukose haben inzwischen durch intensive Anstrengungen der Veterinärverwaltung ihre Schrecken verloren. Andere Seuchen und Krankheiten machen den Amtstierärzten noch große Sorgen und viel Arbeit. Salmonellose, Aujeszkysche Krankheit, Schweinepest und der vieldiskutierte “Rinderwahnsinn” stellen die Amtstierärzte vor umfangreiche Aufgaben.

Ein wichtiges Instrumentarium zur Tierseuchenbekämpfung ist die gute und rechtzeitige Diagnostik. Deshalb werden regelmäßige Blut- und Milchuntersuchungen in allen Rinder- und Schweinebeständen durchgeführt. Verdächtige verendete Tiere werden seziert und eingehend im Labor untersucht, um frühzeitig eine Seuchengefahr zu erkennen und Tierhaltungen vor wirtschaftlichen Schäden zu schützen.

Ein elementares Glied in der Kette seuchenverhindernder Maßnahmen stellt die gut funktionierende Tierkörperbeseitigung dar. Sie dient der Entsorgung von toten Tieren, Schlachtabfällen, verdorbenen Lebensmitteln tierischer Herkunft und anderen Stoffen, die seuchenhygienisch bedenklich sein können. Dies geschieht in dafür eigens eingerichteten und modern ausgestatteten Tierkörperbeseitigungsanlagen.

Tierschutz

Der Tierschutz hat in den letzten Jahren – nicht zuletzt durch die ausführliche Diskussion in der Öffentlichkeit – einen hohen Stellenwert erhalten. Die Aufgabenstellung ist dabei sehr anspruchsvoll und nimmt hinsichtlich des zeitlichen Aufwandes stetig zu. Landwirtschaftliche Tierhaltungen, der Schlachthof und Tiertransporte werden genau wie Zoohandlungen und Zirkusbetriebe überwacht. Die Erlaubniserteilung für den gewerblichen Umgang mit Tieren (z.B. Reitbetriebe, Tierpensionen, private Hunde- und Katzenzuchten) setzt eine genaue Überprüfung der Haltungsbedingungen und der verantwortlichen Personen voraus. Daneben werden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz ermittelt und geahndet, wie z.B. nicht artgerechte Tierhaltungen.

Um Fehler in der Tierhaltung zu vermeiden, müssen Baupläne für Tierstallungen oder Tierheime den Amtstierärzten zur Begutachtung hinsichtlich tierschutzgerechter und gesunder Haltungsbedingungen vorgelegt werden. Im Bereich der Tierzucht werden die Besamungsstationen für Pferde, Rinder und Schweine beaufsichtigt.

Arzneimittelüberwachung

Den Verkehr von Tierarzneimitteln außerhalb von Apotheken zu überwachen, stellt eine besonders schwierige Aufgabe dar. Einerseits ist der Einsatz von Arzneimitteln in gewissen Umfang zur Gesunderhaltung der Tierbestände unerlässlich, andererseits stellen Arzneimittel – sofern sie als Rückstände in Lebensmitteln auftauchen – ein bekanntes Problem dar.