Logo der Stadt Bayreuth

22.07.2021

Resolution zur Franken-Sachsen-Magistrale

Stadtrat fordert Fortführung der Planungen zur Elektrifizierung

Der Stadtrat Bayreuth hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Resolution zur Fortführung der Planungen zur Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale verabschiedet. Die Stadt appelliert im Verbund aller Anliegerkommunen an das Bundesverkehrsministerium, die Entwurfs- und Genehmigungsplanung zur vollständigen Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale noch im Sommer dieses Jahres zu beauftragen. Hier die Resolution im Wortlaut:

Schaubild Zug

„Die Stadt Bayreuth appelliert im Verbund aller Anliegerkommunen an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, die Entwurfs- und Genehmigungsplanung zur vollständigen Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale noch im Sommer 2021 zu beauftragen.

Die Vorplanungen der DB Netz AG für den Streckenabschnitt Nürnberg – Marktredwitz haben bereits Ende 2020 eine klare Vorzugsvariante ergeben. Demnach ist der Ausbau der bestehenden Bahnstrecke möglich und stellt die wirtschaftlichste Option dar. Zwischenzeitliche Optimierungen haben weitere Kostensenkungen ergeben, um die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens sicherzustellen. Zudem konnte ein von den Anliegerregionen beauftragtes Gutachten eine überdurchschnittliche Steigerung des Nutzens und des Transportpotenzials durch den Ausbau und die Elektrifizierung aufzeigen.

Alle Anliegerregionen und Anliegerkommunen befürworten die Ausbaulösung uneingeschränkt. Sie unterstützen dieses Vorhaben nach Kräften durch Fürsprache und Mitwirkung. Die Franken-Sachsen-Magistrale ragt beim Realisierungswunsch und bei der Realisierbarkeit weit aus den Bahnvorhaben des Bundes heraus, wie die Abstimmungen von DB Netz in den Vorplanungen mit den Anliegerkommunen zur technischen Umsetzung ergeben haben.

Die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale schließt die größte Elektrifizierungslücke in Mitteleuropa an der zentralen Nahtstelle von Ost und West. Damit wird nicht nur die Anbindungsqualität der Anliegerregionen sprunghaft erhöht. Mit dem Ausbau des 125 km Bündelungsabschnitts von vier europäischen Bahnkorridoren können wichtige verkehrs-, klima-, industrie-, deutschland-, europa- und geopolitische Ziele erreicht werden. Zudem ist dieser Abschnitt für die Resilienz des Bahnverkehrs im Main-, Saale-, Naab-, Elb- und Donautal wichtig.

Die Bundesregierung möge die außergewöhnliche Chance zur raschen Fertigstellung eines international bedeutenden Ausbauvorhabens ergreifen und die Planungen ohne weiteren Verzug fortsetzen.“