Sorgen um Franken-Sachsen-Magistrale wachsen

Die Verknüpfung der Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale mit der Erneuerung der Brückenbauwerke im Pegnitztal kommt nicht zügig voran. Im Bayreuther Rathaus sieht man diese Entwicklung mit großer Sorge. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger hat sich vor diesem Hintergrund in einem Schreiben an das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr gewandt und spricht von einer gefährlichen Dauerkrise. Staatsminister Christian Berneiter hat dem Oberbürgermeister jetzt seine volle politische Unterstützung zugesichert. 

Schaubild Zug

In seinem Schreiben spricht Eberberger von der Gefahr einer Dauerkrise, wenn es nicht gelinge, die häufigen und langen Streckensperrungen im Pegnitztal, die sich durch die notwendige Erneuerung der 18 Brückenbauwerke ergeben, auch für die Elektrifizierung der Bahnstrecke zu nutzen. „Dies wäre ein wichtiges Signal, dass die versäumten Reparaturen und Erneuerungen nicht nur nachgeholt werden, sondern dass der Ausbau der Franken-Sachsen-Magistrale nun endlich beginnt.“ Nach den ermutigenden Fortschritten im vergangenen Herbst sei man hiervon inzwischen aber wieder weit entfernt.

Forderung: Beschlüsse einhalten

Der Bayreuther Oberbürgermeister fordert nachdrücklich die Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen und Beschlüsse: „Weder wurde, wie zwischen Bahn, Bund und Freistaat vereinbart, eine konkrete Projektgruppe bei DB InfraGO eingerichtet, noch gibt es Anzeichen, dass die Planungsvereinbarung zwischen Bund und DB InfraGO im Frühjahr unterzeichnet werden soll“, schreibt Ebersberger. Dies alles widerspreche nicht nur den gemeinsamen Vereinbarungen, sondern auch dem Beschluss des Haushaltsausschusses vom November vergangenen Jahres, wonach im Bundeshaushalt 2026 Finanzmittel für die Weiterplanung der Franken-Sachsen-Magistrale reserviert werden sollen.

Planung der Elektrifizierung dringend notwendig

Für die Verknüpfung der Bauarbeiten zur Erneuerung der Brücken im Pegnitztal mit der Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale sei es jedoch dringend notwendig, dass die Planungen für Letzteres rasch nachgezogen werden, denn die Planungen für die Brückenerneuerung schreiten rasch voran.

Ebersbergers Fazit: „Es wäre völlig unverständlich und der Öffentlichkeit nicht zu vermitteln, wenn die gegebenen Voraussetzungen für den Abschluss einer Planungsvereinbarung zwischen Bund und Bahn jetzt nicht genutzt werden.“

Dies sieht man auch im Bayerischen Verkehrsministerium so. Die langwierige Streckensperrung drohe sich sonst zu einer dauerhaften Herausforderung im Pegnitztal und darüber hinaus auszweiten, schreibt Staatsminister Bernreiter. Der gemeinsame Hauptfokus müsse folglich auf dem Ausbau und dem entsprechenden Planungsauftrag von Bund und DB InfraGO liegen. Er werde hier unvermindert bei den zuständigen Stellen in Berlin Druck ausüben.