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12.05.2021

Unterstützung für geflüchtete Kinder und Jugendliche

Oberbürgermeister Thomas Ebersberger nimmt Spende der Adalbert-Raps-Stiftung entgegen

Mit einer erneuten Förderung in Höhe von 6.645 Euro unterstützt die Adalbert-Raps-Stiftung die Weiterentwicklung des bereits im vergangenen Jahr gestarteten Projekts „Hausaufgabenunterstützung und Betreuung von Kindern der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete Bayreuth“ der Stadt Bayreuth. Anlässlich dieses Engagements und der generellen Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe durch die Adalbert-Raps-Stiftung in Bayreuth, fand jetzt eine symbolische Tablet-Übergabe im Neuen Rathaus statt.

Das Foto zeigt (von rechts): OB Thomas Ebersberger, Florian Schneider, Ibukun Koussemou, Armin Langenmaier
Das Foto zeigt (von rechts): Oberbürgermeister Thomas Ebersberger, Florian Schneider, Ibukun Koussemou und Armin Langenmaier, Leiter des Sozialamtes. Foto: Stadt Bayreuth.

Oberbürgermeister Thomas Ebersberger würdigte das Engagement der Stiftung: „Das Ehrenamt ist eine große Bereicherung für das Allgemeinwohl. Gemeinsam ein Ziel zu erreichen, verbindet Menschen und lässt sie Gemeinschaft erleben. Wir fördern als Stadt diese ehrenamtliche Arbeit in vielerlei Hinsicht – so zum Beispiel durch einen hauptamtlichen Integrationslotsen, der den Einsatz der Ehrenamtlichen koordiniert, sie fortbildet und zusammen mit ihnen auf Augenhöhe innovative Projekte wie das der ‚Hausaufgabenunterstützung und Betreuung von Kindern in der Gemeinschaftsunterkunft‘ schultert. Dadurch, dass die Stadt durch Fördergelder der Adalbert-Raps-Stiftung unterstützt wird, eröffnen sich hierbei noch einmal umfassendere Möglichkeiten – dieses Engagement wissen wir sehr zu schätzen“.

Bürgerschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe

Das Projekt „Hausaufgabenunterstützung und Betreuung von Kindern der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete Bayreuth“ der Stadt Bayreuth, das mit dem Integrationspreis der Regierung Oberfrankens ausgezeichnet wurde, wurde 2020 in Reaktion auf die Corona-bedingten Schulschließungen ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, den Kindern der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Bayreuth das Homeschooling und einen strukturierten Tagesablauf zu ermöglichen.

In dieser ersten Förderrunde wurde das Projekt mit Fördergeldern in Höhe von 1.000 Euro von der Adalbert-Raps-Stiftung unterstützt, wobei diese dazu dienten, entsprechende Räume des „Come and See e.V.“ anzumieten und die Betreuung der Hausaufgaben sowie eine angeleitete Freizeitbeschäftigung durch Studierende sicherzustellen. Mit der Weiterentwicklung des Projektes in diesem Jahr bewilligte die Stiftung eine Anschlussförderung in Höhe von 6.645 Euro. Mit der Fördersumme wurden mobile WLAN-Router geschaffen und die Digitalisierung durch die Anschaffung von Tablets ermöglicht.

Wie viele andere Initiativen macht auch dieses Projekt deutlich, dass das bürgerschaftliche Engagement im Bereich der Geflüchtetenhilfe in Zeiten der Pandemie noch einmal an Bedeutung gewinnt: „Durch Corona stehen wir im Bereich der Geflüchtetenhilfe vor besonderen Herausforderungen. Die Menschen sind schon durch ihr Schicksal, das durch Flucht und Entwurzelung geprägt ist, benachteiligt. Dadurch, dass die drei Gemeinschaftsunterkünfte in Bayreuth keinen Internetzugang haben und die meisten Eltern kein Deutsch sprechen, lässt sich das Thema Homeschooling für die Schulkinder und Berufsschüler/innen nicht umsetzen. Mit Unterstützung der Adalbert-Raps-Stiftung können wir das Homeschooling nun weitestgehend ermöglichen. Das macht Mut!“, so Ibukun Koussemou, hauptamtlicher Integrationslotse der Stadt Bayreuth.

Langjährige Unterstützung des sozialen Engagements in Bayreuth durch die Adalbert-Raps-Stiftung

Seit dem Jahr 2015 bis heute hat die Adalbert-Raps-Stiftung in der Stadt Bayreuth insgesamt 40 Organisationen und 84 Projekte mit einer Fördersumme von rund 546.000 Euro unterstützt. „Im Rahmen unserer Fördertätigkeit ist es unser Anspruch, allen Menschen den Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe zu ermöglichen. Der Mehrwert für die Gesamtgesellschaft, der durch die Unterstützung des sozialen Engagements entsteht, ist unerlässlich. Der Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft wird gestärkt und Lücken in der Versorgung werden geschlossen. Damit das soziale Engagement und dessen Bedeutung für die Gesellschaft zukunftsfähig bleibt, braucht es Anerkennung, Respekt und Vertrauen gegenüber den Akteuren. Durch unsere Unterstützung möchten wir zum einen finanzielle Hilfe leisten, aber den sozial Engagierten eben auch genau diese Anerkennung entgegenbringen.“, so Florian Schneider, Stiftungsvorstand Soziales.

Neben zahlreichen kleineren geförderten Projekten sind es beispielsweise Projekte und Initiativen wie der Mikrofonds für die Stadt Bayreuth, die Projekte des wundersam anders e.V. und des Schoko e.V. zum Thema Demokratiebildung bei Kindern und Jugendlichen, die Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt in Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen des AVALON e.V. mit der Beratungs- und Notrufstelle gegen sexualisierte Gewalt oder die Integrationsarbeit für Menschen mit Flucht- und/oder Migrationshintergrund des Integrationslotsen der Stadt Bayreuth, die Unterstützung durch die Adalbert-Raps-Stiftung erfahren haben. Sie greifen bedeutsame Themen auf und setzen genau dort an, wo im Sinne der sozialen Teilhabe dringend Unterstützung benötigt wird.

Adalbert-Raps-Stiftung: Verantwortung für Region und Zukunft

Seit 40 Jahren reicht die Adalbert-Raps-Stiftung mit Sitz in Kulmbach Menschen aus ganz Oberfranken die Hand, die Unterstützung benötigen – sei es im Bereich der Senioren- oder Jugendarbeit oder in anderen sozialen Bedarfslagen. Darüber hinaus steht die Stiftung, die 1978 von dem Apotheker Adalbert Raps gegründet wurde, auch in der Lebensmittelforschung als Förderpartner an der Seite zahlreicher Wissenschaftler und Institute. In den Förderbereich „zu Ehren des Stifters“ fallen unter anderem der Abiturientenpreis der Adalbert-Raps-Schule sowie die Stipendien für die Weiterbildung zum Gewürz-Sommelier.

Neben dem Engagement in einzelnen Projekten und Kooperationen setzt die Stiftung Akzente, indem sie Programme und Initiativen für Oberfranken ins Leben ruft, die für drängende Zukunftsthemen den passenden wissenschaftlichen und sozialen Rahmen geben. Hierzu zählen beispieslweise das Ernährungsbildungsprogramm KULINARIX in oberfränkischen Kindertagesstätten und der Wettbewerb „Helden der Heimat“ für soziales Engagement in Oberfranken. Zentrales Anliegen der Stiftung ist es, in all ihren Tätigkeiten in einer Art und Weise zu unterstützen, die gezielt, effektiv und messbar nachhaltig ist. Mehr Infos unter www.raps-stiftung.de oder Facebook www.facebook.com/AdalbertRapsStiftung.

Quelle: Adalbert-Raps-Stiftung