Städtebauliche Rahmenplanung
„Geschwister-Scholl-Platz / Meranierring“
Mit der rechtlich unverbindlichen informellen städtebaulichen Rahmenplanung soll ein Fokus auf den Bereich zwischen Meranierring, Scheffelstraße und Preuschwitzer Straße gelegt werden und die dortigen besonderen Qualitäten und Potenziale für die künftige Stadtentwicklung herausgestellt werden. Als zentrale Grün- und Verbindungsachse führt der Seckendorffweg durch das Plangebiet.
In einem zentralen Teil des Quartiers, und zwar im Bereich des Geschwister-Scholl-Platzes, entsteht die Chance einer qualifizierten Innenentwicklung. Es werden lt. Immobilien Bayern (ImBY) Flächen in städtebaulich integrierter Lage für eine bauliche Nachnutzung frei (Nachverdichtungspotenzial).
Ziele für das Gebiet des städtebaulichen Rahmenplans „Geschwister-Scholl-Platz / Meranierring“
Mit der Rahmenplanung wird eine stadtfunktional und städtebaulich geordnete Entwicklung vorbereitet. Denn das Areal um den Geschwister-Scholl-Platz bildet, als zentraler Ort im Quartier, die Möglichkeit der guten Vernetzung zu zahlreichen Infrastruktureinrichtungen (z.B. Schule, KiGa, Nahversorgung etc.) und in andere umliegende Quartiere.
Die u.g. Ziele sollen dann als informelle Planungsgrundlage für künftige städtebauliche Entwicklungen herangezogen werden und die Grundlage für Bauleitplanungen (z.B. Änderung von bestehendem verbindlichen Planungsrecht) und/oder einzelne Bauvorhaben bilden.
Der Stadtrat der Stadt Bayreuth hat in seiner Sitzung am 22. Juni 2026 die städtebauliche Rahmenplanung „Geschwister-Scholl-Platz / Meranierring“ beschlossen.
Inhalte und Maßnahmen der Städtebaulichen Rahmenplanung für den Bereich „Geschwister-Scholl-Platz / Meranierring“
Zur Sicherung und künftigen, nachhaltigen, klimaangepassten Entwicklung des Quartiers werden folgende Ziele verfolgt:
1. Nutzung städtebaulicher Nachverdichtungspotenziale im baulichen Bestand (z.B. Geschwister-Scholl-Platz),
2. Städtebauliche und stadtfunktionale Aufwertung und Attraktivierung von Plätzen, Begegnungszonen und wichtigen Wegeverbindungen,
3. Förderung der Nutzung erneuerbarer Energieträger an bestehenden Gebäuden und Nebenanlagen sowie Nutzung von Retentionsflächenpotenzialen,
4. Förderung der dreifachen Innenentwicklung (insb. Nachverdichtung im Wohnungsbau) mit Berücksichtigung und Entwicklung blau-grüner-Infrastrukturen,
5. Förderung der Nahmobilität über Abbau von Barrieren, Sicherung und Qualifizierung von Wegeverbindungen und Aufwertung der direkten Umgebung von wichtigen verkehrlichen Verknüpfungspunkten (z.B. Bushaltestellen),
6. Bündelung des ruhenden Verkehrs über z.B. Quartiersgaragen/Parkpaletten (Flächenoptimierung),
7. Qualifizierung von öffentlichen Grünräumen und privaten Freiflächen,
8. Sicherung und ggf. Aufwertung sportlicher Infrastrukturen (Sportflächen Sportheim/Gastronomie),
9. Sicherung und ggf. Stärkung vorhandener Nahversorgungsstandorte (Deckung des täglichen Bedarfs im Quartier),
10. Aufbau eines Wärmenetzes gemäß der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Bayreuth,
11. Ein- und Anbindung der Rahmenplanung in das städtebauliche Umfeld und die angrenzenden Stadtteile.
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