Neuigkeiten aus dem Stadtarchiv

An dieser Stelle möchten wir allen Interessierten einen Einblick in das Archiv und unsere Bestände geben. Sie finden hier in regelmäßigen Abständen sowohl Informationen rund um die Arbeit des Stadtarchivs, als auch zu Archivalien.
Haben wir Ihr Interesse geweckt und Sie möchten gerne mehr erfahren? Dann setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung!

Denn ein Archiv ist mehr als nur ein Aktenlager – es will und soll benutzt werden!

Gedenken und Erinnern in Bayreuth 2026

Das Stadtarchiv hat auch in diesem Jahre eine Übersicht über Gedenktage und Jubiläen zusammengestellt, die im Jahr 2026 begangen werden können.

Bei Fragen und Anregungen steht Ihnen das Team des Stadtarchivs gerne zur Verfügung.

08.01.2026

Ältere Meldungen

Faltblatt/Folder „Jüdisches Bayreuth“

Das Stadtarchiv hat 2009 maßgeblich ein von der Bayreuther Marketing & Tourismus GmbH gemeinsam mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Bayreuth e.V. herausgegebenes Faltblatt erarbeitet, anhand dessen die Spuren der jüdischen Geschichte in der Stadt Bayreuth bei einem Rundgang nachverfolgt werden können.

Das Faltblatt enthält einen großen Stadtplan mit Erläuterungen, in dem verschiedene Erinnerungsorte farbig markiert sind. Neben den Einrichtungen der jüdischen Gemeinde sind eine Auswahl von Orten des Erwerbslebens genannt, aber auch die Geburts- bzw. Wohnhäuser namhafter jüdischer Persönlichkeiten. Außerdem werden die zur Erinnerung an Juden benannten Straßen aufgeführt. An die Zeit der nationalsozialistischen Verfolgung erinnern nicht nur Orte der Reichspogromnacht 1938, sondern auch Orte des Gedenkens. Daneben bietet ein kurzer Abriss der Geschichte der jüdischen Gemeinde einen ersten Überblick. Die zweite Seite des Faltblatts enthält vertiefende Informationen über die einzelnen Bereiche, versehen mit zahlreichen Abbildungen sowie weiterführenden Literaturhinweisen.

Gedenkbuch der Stadt Bayreuth für die Opfer des Nationalsozialismus

Zum 9. November 2018 wurde die Online-Version des Gedenkbuchs der Stadt Bayreuth für die Opfer des Nationalsozialismus ins Netz gestellt. In einer Datenbank sind mehr als 200 Einzelpersonen aus Bayreuth namentlich erfasst, die während der Zeit der NS-Diktatur verfolgt und ermordet wurden. Die Opferlisten wurden im Zuge einer intensivierten städtischen Erinnerungskultur vom Historischen Museum mit Unterstützung des Stadtarchivs erarbeitet. Im Gedenkbuch sind zudem Gedenktafeln und Gedenksteine aufgelistet, die in der Stadt einen konkreten Ort zum Innehalten bieten.

Ab Oktober eingeschränkte Nutzung des Stadtarchivs

Ab dem 13. Oktober ist das Stadtarchiv aufgrund der Vorbereitungen für den im Janaur anstehenden Umzug in den Neubau für den Publikumsverkehr geschlossen.

Schriftliche Anfragen, vorrangig die Bestellung von Personenstandseinträgen für rechtliche Zwecke, per Mail (stadtarchiv@stadt.bayreuth.de) oder Post werden, soweit die Unterlagen zugänglich sind, beantwortet. Bei der Bearbeitung muss jedoch mit einer längeren Bearbeitungszeit gerechnet werden. Von nicht dringenden Anfragen bitten wir daher möglichst abzusehen.

Blick auf gelieferte Archivkartons im Flur des Stadtarchivs Bayreuth

Anlässlich des Jubiläumsjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ bietet die Artikelserie von Michael Kaczmarski über die Familie Würzburger einen Einblick ins Leben einer bekannten jüdischen Familie aus Bayreuth. Die fünf Artikel stellen die Lebensumstände der Juden im Bayern des 19. bis frühen 20. Jahrhunderts vor. Die Familie Würzburger dient hierbei als Beispiel, um den breiteren Kontext des jüdischen Lebens zu veranschaulichen. Einige Familienmitglieder und ihre Biographien werden zudem besonders hervorgehoben.

Aus Anlass der Feierlichkeiten zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ (https://2021jlid.de/#ueberuns) sind auch in Bayreuth zahlreiche Veranstaltungen zur Würdigung dieses Festjahres geplant.

Das Stadtarchiv Bayreuth hat für alle Interessierte – ob BürgerInnen, SchülerInnen, StudentInnen oder WissenschaftlerInnen – Informationsmaterialien aus seinen Unterlagen zum jüdischen Leben in Bayreuth zusammengestellt. Sie vermitteln erste Informationen und Anregungen für eine vertiefende Beschäftigung mit der Thematik. Damit soll deutlich werden, wie lange es schon ein vielfältiges jüdisches Leben in der Stadt gegeben hat und auch weiterhin gibt.

Auszug aus dem ältesten Stadtbuch Bayreuths zur Beschreibung der Judenhäuser 1467
StadtBT, Ältestes Stadtbuch Bayreuths (Auszug)

Seit nunmehr zwei Jahren, seit dem 9. November 2018, ist die Online-Version des Gedenkbuchs der Stadt Bayreuth für die Opfer des Nationalsozialismus im Internet von überall her abrufbar. In einer Datenbank sind bisher mehr als 200 Einzelpersonen namentlich erfasst, die in Bayreuth während der Zeit der NS-Diktatur verfolgt und ermordet wurden.

Das Gedenkbuch wurde im Zuge einer intensivierten Erinnerungskultur der Stadt Bayreuth vom Historischen Museum mit Unterstützung des Stadtarchivs erarbeitet.

Gedenkstelen für die jüdischen Opfer auf dem jüdischen Friedhof Bayreuth, Nürnberger Straße
Gedenkstelen für die jüdischen Opfer auf dem jüdischen Friedhof Bayreuth, Nürnberger Straße (Foto: Historisches Museum)

Unter Schriftgutverwaltung wird die Gesamtheit aller Tätigkeiten bei der Anlage und Verwaltung von Unterlagen (Ordnen, Registrieren, Bereitstellen, Aufbewahren und Aussondern) verstanden. Dies gilt sowohl für analoge wie auch digitale Unterlagen. Zweck der Schriftgutverwaltung ist die erfolgreiche Rechtssicherung, Nachvollziehbarkeit und Kontinuität des Verwaltungshandelns. Grundlegende Anforderungen werden als Empfehlung bspw. in der DIN ISO 15489-1 Information und Dokumentation definiert. Behörden regeln entsprechendes bspw. über eine Aktenordnung oder ähnliche Dokumente.

Durch eine geordnete Schriftgutverwaltung wird sichergestellt, dass Unterlagen in Registraturen für die Dauer der Bearbeitung und der Aufbewahrungsfristen zugänglich sind und nach Ablauf dieser – im Rahmen der Aussonderung – vom zuständigen Archiv über dessen Archivfähigkeit entschieden werden kann.

Das Stadtarchiv Bayreuth steht den städtischen Dienststellen bei der Organisation ihres analogen und digitalen Schriftgutes beratend zur Seite.

Prozessbild zur Schriftgutverwaltung

Auf 471 Seiten findet sich eine ausführliche namentliche Auswertung der Bayreuther Bürgerbücher (B 25, 26) sowie der Stadtkammerrechnungen zu Bürgeraufnahmen der Stadt Bayreuth bis 1828. Erstellt wurde dieses Werk durch Walter Bartl (bis 2017 Archivar im Stadtarchiv Bayreuth). Für die Personen- und Familienforschung steht nunmehr ein weiteres umfangreiches Hilfsmittel online zur Verfügung.

21.12.2018

Blick in das Bayreuther Bürgerbuch 1721-1828 aus dem Stadtarchiv Bayreuth, Signatur B 26
StadtABT, B26 – Bayreuther Bürgerbuch 1721 – 1828

Faltblatt/Folder „Jüdisches Bayreuth“

Das Stadtarchiv hat 2009 maßgeblich ein von der Bayreuther Marketing & Tourismus GmbH gemeinsam mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Bayreuth e.V. herausgegebenes Faltblatt erarbeitet, anhand dessen die Spuren der jüdischen Geschichte in der Stadt Bayreuth bei einem Rundgang nachverfolgt werden können.

Das Faltblatt enthält einen großen Stadtplan mit Erläuterungen, in dem verschiedene Erinnerungsorte farbig markiert sind. Neben den Einrichtungen der jüdischen Gemeinde sind eine Auswahl von Orten des Erwerbslebens genannt, aber auch die Geburts- bzw. Wohnhäuser namhafter jüdischer Persönlichkeiten. Außerdem werden die zur Erinnerung an Juden benannten Straßen aufgeführt. An die Zeit der nationalsozialistischen Verfolgung erinnern nicht nur Orte der Reichspogromnacht 1938, sondern auch Orte des Gedenkens. Daneben bietet ein kurzer Abriss der Geschichte der jüdischen Gemeinde einen ersten Überblick. Die zweite Seite des Faltblatts enthält vertiefende Informationen über die einzelnen Bereiche, versehen mit zahlreichen Abbildungen sowie weiterführenden Literaturhinweisen.

Gedenkbuch der Stadt Bayreuth für die Opfer des Nationalsozialismus

Zum 9. November 2018 wurde die Online-Version des Gedenkbuchs der Stadt Bayreuth für die Opfer des Nationalsozialismus ins Netz gestellt. In einer Datenbank sind mehr als 200 Einzelpersonen aus Bayreuth namentlich erfasst, die während der Zeit der NS-Diktatur verfolgt und ermordet wurden. Die Opferlisten wurden im Zuge einer intensivierten städtischen Erinnerungskultur vom Historischen Museum mit Unterstützung des Stadtarchivs erarbeitet. Im Gedenkbuch sind zudem Gedenktafeln und Gedenksteine aufgelistet, die in der Stadt einen konkreten Ort zum Innehalten bieten.

Ab Oktober eingeschränkte Nutzung des Stadtarchivs

Ab dem 13. Oktober ist das Stadtarchiv aufgrund der Vorbereitungen für den im Janaur anstehenden Umzug in den Neubau für den Publikumsverkehr geschlossen.

Schriftliche Anfragen, vorrangig die Bestellung von Personenstandseinträgen für rechtliche Zwecke, per Mail (stadtarchiv@stadt.bayreuth.de) oder Post werden, soweit die Unterlagen zugänglich sind, beantwortet. Bei der Bearbeitung muss jedoch mit einer längeren Bearbeitungszeit gerechnet werden. Von nicht dringenden Anfragen bitten wir daher möglichst abzusehen.

Blick auf gelieferte Archivkartons im Flur des Stadtarchivs Bayreuth

Anlässlich des Jubiläumsjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ bietet die Artikelserie von Michael Kaczmarski über die Familie Würzburger einen Einblick ins Leben einer bekannten jüdischen Familie aus Bayreuth. Die fünf Artikel stellen die Lebensumstände der Juden im Bayern des 19. bis frühen 20. Jahrhunderts vor. Die Familie Würzburger dient hierbei als Beispiel, um den breiteren Kontext des jüdischen Lebens zu veranschaulichen. Einige Familienmitglieder und ihre Biographien werden zudem besonders hervorgehoben.

Aus Anlass der Feierlichkeiten zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ (https://2021jlid.de/#ueberuns) sind auch in Bayreuth zahlreiche Veranstaltungen zur Würdigung dieses Festjahres geplant.

Das Stadtarchiv Bayreuth hat für alle Interessierte – ob BürgerInnen, SchülerInnen, StudentInnen oder WissenschaftlerInnen – Informationsmaterialien aus seinen Unterlagen zum jüdischen Leben in Bayreuth zusammengestellt. Sie vermitteln erste Informationen und Anregungen für eine vertiefende Beschäftigung mit der Thematik. Damit soll deutlich werden, wie lange es schon ein vielfältiges jüdisches Leben in der Stadt gegeben hat und auch weiterhin gibt.

Auszug aus dem ältesten Stadtbuch Bayreuths zur Beschreibung der Judenhäuser 1467
StadtBT, Ältestes Stadtbuch Bayreuths (Auszug)

Seit nunmehr zwei Jahren, seit dem 9. November 2018, ist die Online-Version des Gedenkbuchs der Stadt Bayreuth für die Opfer des Nationalsozialismus im Internet von überall her abrufbar. In einer Datenbank sind bisher mehr als 200 Einzelpersonen namentlich erfasst, die in Bayreuth während der Zeit der NS-Diktatur verfolgt und ermordet wurden.

Das Gedenkbuch wurde im Zuge einer intensivierten Erinnerungskultur der Stadt Bayreuth vom Historischen Museum mit Unterstützung des Stadtarchivs erarbeitet.

Gedenkstelen für die jüdischen Opfer auf dem jüdischen Friedhof Bayreuth, Nürnberger Straße
Gedenkstelen für die jüdischen Opfer auf dem jüdischen Friedhof Bayreuth, Nürnberger Straße (Foto: Historisches Museum)

Unter Schriftgutverwaltung wird die Gesamtheit aller Tätigkeiten bei der Anlage und Verwaltung von Unterlagen (Ordnen, Registrieren, Bereitstellen, Aufbewahren und Aussondern) verstanden. Dies gilt sowohl für analoge wie auch digitale Unterlagen. Zweck der Schriftgutverwaltung ist die erfolgreiche Rechtssicherung, Nachvollziehbarkeit und Kontinuität des Verwaltungshandelns. Grundlegende Anforderungen werden als Empfehlung bspw. in der DIN ISO 15489-1 Information und Dokumentation definiert. Behörden regeln entsprechendes bspw. über eine Aktenordnung oder ähnliche Dokumente.

Durch eine geordnete Schriftgutverwaltung wird sichergestellt, dass Unterlagen in Registraturen für die Dauer der Bearbeitung und der Aufbewahrungsfristen zugänglich sind und nach Ablauf dieser – im Rahmen der Aussonderung – vom zuständigen Archiv über dessen Archivfähigkeit entschieden werden kann.

Das Stadtarchiv Bayreuth steht den städtischen Dienststellen bei der Organisation ihres analogen und digitalen Schriftgutes beratend zur Seite.

Prozessbild zur Schriftgutverwaltung

Auf 471 Seiten findet sich eine ausführliche namentliche Auswertung der Bayreuther Bürgerbücher (B 25, 26) sowie der Stadtkammerrechnungen zu Bürgeraufnahmen der Stadt Bayreuth bis 1828. Erstellt wurde dieses Werk durch Walter Bartl (bis 2017 Archivar im Stadtarchiv Bayreuth). Für die Personen- und Familienforschung steht nunmehr ein weiteres umfangreiches Hilfsmittel online zur Verfügung.

21.12.2018

Blick in das Bayreuther Bürgerbuch 1721-1828 aus dem Stadtarchiv Bayreuth, Signatur B 26
StadtABT, B26 – Bayreuther Bürgerbuch 1721 – 1828

Archivsprengel / Zuständigkeit

Der Archivsprengel definiert den Zuständigkeitsbereich eines Archivs. Dieser wird geografisch, organisatorisch und/oder zeitlich durch entsprechende Archivgesetze und -satzungen definiert.

Das Stadtarchiv Bayreuth ist geografisch für das Gebiet der kreisfreien Stadt Bayreuth (samt eingemeindeter Ortschaften) zuständig. Dabei gehören organisatorisch alle städtischen Dienststellen zum Sprengel des Stadtarchivs, samt Vorgängerinstitutionen. (Beständeübersicht des Stadtarchivs)

In unserer kleinen Serie „Was bedeutet eigentlich…?“ erklären wir künftig verschiedene Begriffe aus dem Archivwesen, die möglicherweise dem ein oder anderen nicht geläufig sind, oder aber im Archiv eine andere Bedeutung haben. Wir stellen dabei möglichst immer auch eine Verbindung zu unserer Arbeit im Stadtarchiv Bayreuth her.

Wordcloud der städtischen Dienststellen zur Veranschaulichung der archivischen Zuständigkeit.

Staatliche Behörden oder das Landratsamt Bayreuth liegen zwar geografisch im Stadtgebiet Bayreuths, unterliegen aber nicht der archivischen Zuständigkeit des Stadtarchivs Bayreuth. Aus diesem Grunde finden Sie im Stadtarchiv überwiegend städtische Unterlagen, aber bspw. keine Unterlagen von Gemeinden aus dem Landkreis Bayreuth, des Fürstentums Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth  oder bspw. von Gerichten.

Das Staatsarchiv Bamberg ist das für den Regierungsbezirk Oberfranken (mit Ausnahme der kreisfreien Stadt Coburg und des Landkreises Coburg) zuständige bayerische Staatsarchiv, u. a. finden sich dort auch die Unterlagen der markgräflichen Regierung.

Informationen zu Archiven der Gemeinden im Landkreis Bayreuth finden Sie u. a. auf der Seite „Archive in Bayern“ der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns.